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Arbeit : Dienstreise in gefährliche Länder: Arbeitgeber hat Fürsorgepflicht

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Afghanistan, Irak oder Ägypten: Grundsätzlich dürfen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in alle Länder auf Dienstreise schicken - egal, wie gefährlich der Aufenthalt dort ist. Aber es gibt eine Fürsorgepflicht.

Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter auch in gefährliche Weltregionen auf Dienstreise schicken. «Der Unternehmer hat aber eine Fürsorgepflicht, die er tunlichst wahrnehmen sollte», erklärt Wolfgang Geyer, Präsident des Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft Baden-Württemberg. Sprich: Er muss alles unternehmen, um seinen Mitarbeiter vor körperlichen und psychischen Schäden zu schützen.

Konkret bedeutet das, dass der Arbeitgeber in gefährlichen Ländern besondere Vorkehrungen vor einer Dienstreise treffen muss. Dazu gehört laut Geyer, der auch Mitglied im Fachausschuss des deutschen GeschäftsreiseVerbands (VDR) ist, zum Beispiel, dass im Zielland dem Dienstreisenden eine Person zur Seite gestellt wird, die sich vor Ort auskennt. Im Ernstfall beinhalteten die Vorkehrungen auch ein gepanzertes Fahrzeug mit einem erfahrenen Fahrer. Selbstverständlich seien die passenden Versicherungen vor Reiseantritt.

Die Einschätzungen des Auswärtigen Amtes zur Situation in einem Land sind laut Geyer als Entscheidungsgrundlage wertvoll. Viele Unternehmen hätten jedoch ein eigenes Lagezentrum, um die mögliche Gefährdung einschätzen zu können.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 14:16 Uhr

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