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Beruf & Karriere

23. August 2017 | 23:51 Uhr

Fortstwirte : Die Manager des Waldes

vom

Arbeitsplätze mit ökologischem und gesellschaftlichem Wert: Forstwirte und Förster werden wieder gesucht.

Wald für mehr Zukunft, das steht heute mit dem Rohstoff Holz in den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten nicht nur für einen der vielseitigsten Rohstoffe der Welt, sondern auch für gute Zukunftschancen der Menschen, die sich für eines der Berufsbilder im Forst entscheiden", sagt Landesforstdirektor Tim Scherer.
Wohl kaum ein anderer Beruf dürfte das heute so häufig gebrauchte Wort der Nachhaltigkeit in dem Maß erfüllen, wie die Forstwirtschaft. Immerhin vergehen hier abhängig von der geplanten Nutzung der Bäume vom Pflanzen bis zur Ernte leicht einmal 100 und mehr Jahre. Dazu bietet Holz als einer der neutralsten Rohstoffe der Welt und als nachwachsendes Gut beste Chancen für eine gute berufliche Zukunft, sind sich nicht nur die Verantwortlichen aus den Landesforsten, sondern auch Vertreter aus der holzverarbeitenden Wirtschaft sicher. Hinzu kommt heute die Bedeutung der Wälder, deren ökologischer und gesellschaftlicher Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
"Die hieraus entstandenen Aufgaben sind spannend", bestätigt Forsttrainee Daniel Gensing, der sich nach seinem Studium in Göttingen als Trainee in den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten weiterqualifiziert. Ob mit einer Gruppe von Kindern aus dem Kindergarten im Wald unterwegs oder in die Arbeit über die optimale Nutzung von Holzhackschnitzeln als Brennstoff vertieft, für Daniel Gensing ist es einer der spannendsten Berufe der Welt.
"Du fährst früh am Morgen hinaus in den Wald, Frühnebel liegt zwischen den Bäumen und es riecht noch nach dem frisch geschnittenen Holz vom Vortag." Ferdinand Führer aus Alt-Erfrade, auszubildender Forstwirt im zweiten Lehrjahr, hat sich diesen und keinen anderen Ort für seine Arbeit und Ausbildung gewünscht. Die frische Luft möchte der 19-Jährige ebenso wenig missen, wie die Kameradschaft mit seinem Mitstreiter Sebastian Braukmann aus Groß Kummerfeld. Immerhin ist auch die Verantwortung füreinander groß, wissen die Auszubildenden.
Im Jahreslauf bestimmen Abwechslung und Vielseitigkeit das Berufsbild der Forstwirte. Hierzu zählen die Neuanlage von Pflanzungen ebenso, wie Biotop- und Landschaftspflege oder der Walderholungsbau und die Mitarbeit im Jagdbetrieb. "Langweilig wird das nicht", meinen die angehenden Forstwirte. Und wenn einmal Schneefall im Winter oder ein sommerlicher Regenguss die Arbeit draußen unterbrechen, gibt es genug Wartungs- und Pflegearbeiten an den Maschinen.
Drei Jahre dauert die Regelausbildungszeit. "Die Chancen für Forstwirte, nach der Ausbildung Arbeit zu finden, stehen nicht schlecht", sagt Ausbilder Ralf Soltau aus Eutin. Ob nach bestandener Prüfung im Forstdienst, nach einer Fortbildung als Forstmaschinenführer im Einsatz oder mit einer Spezialisierung als Baumpfleger oder als gern gesehene Fachkraft im Garten- und Landschaftsbau, die Forstausbildung öffnet einige Türen, bis hin zum Meister oder anschließendem Studium, sagt Soltau. Für den Forstwirt sollte ein guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss als theoretischer Zugang mitgebracht werden.

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erstellt am 25.Aug.2012 | 10:19 Uhr

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