Studie : Die Deutschen sind promotionsfreudig

Deutschland hinkt im internationalen Vergleich bei den Hochschulabschlüssen hinterher. Dafür wird hierzulande gern promoviert.

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16. September 2008, 12:29 Uhr

Deutschland hinkt im internationalen Vergleich bei den Hochschulabschlüssen hinterher, ist aber bei den Promotionen vorn. Deutlich über dem Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt Deutschland auch beim Frauenanteil der Hochschulabsolventen in Mathematik und Informatik sowie beim Anteil der 15- bis 19-Jährigen in Ausbildung, Schule und Hochschule. Das geht aus der dritten Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden hervor.
Gut ein Fünftel (21 Prozent) der jungen Erwachsenen in Deutschland machten danach 2006 ihren ersten Hochschulabschluss. Das waren deutlich weniger als die 37 Prozent im OECD-Durchschnitt. Im Bundesländervergleich hatten Bremen (35 Prozent), Berlin (31 Prozent) und Hamburg (26 Prozent) die Nase vorn. Der Anteil der Promotionen bei den jungen Erwachsenen lag dagegen mit 2,3 Prozent über dem OECD- Mittel von 1,4 Prozent. Fast jeder 8. Doktortitel und jeder 16. Erst- Hochschulabschluss wurde von einem Studenten erlangt, der seine Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatte. Bremen, das Saarland, Brandenburg und Hamburg haben die höchsten Anteile solcher Studierenden.
Ländervergleich: Hamburg hatte mit 25 Schülern die größten Klassen
Unter den Hochschulabsolventen in Mathematik und Informatik waren mehr als ein Drittel (35 Prozent) Frauen, der Durchschnittswert der OECD-Länder betrug lediglich 27 Prozent. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten dabei im Vergleich der Bundesländer mit 46 und 45 Prozent die Nase vorn.
Die durchschnittliche Klassengröße in der Grundschule war 2006 mit 22 Schülern genauso hoch wie im OECD-Mittel. Im Ländervergleich hatte Hamburg mit 25 Schülern die größten Klassen und Sachsen-Anhalt mit 18 die kleinsten.

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