Fort- und Weiterbildung : Man lernt nie aus: Ein berufsbegleitendes Studium vereint Arbeit und Weiterbildung

Vollzeitjob und Studium zusammen klingt unmöglich? Ist es nicht. Diese Möglichkeiten gibt es für ein berufsbegleitendes Studium.

Vollzeitjob und Studium zusammen klingt unmöglich? Ist es nicht. So gehen Sie ein berufsbegleitendes Studium richtig an

Nochmal Studieren, obwohl man mit beiden Beinen im Arbeitsleben steht? Ein berufsbegleitendes Studium macht es möglich.

Henriette Mailin Bonde von
18. August 2020, 16:50 Uhr

Auf dem Arbeitsmarkt sind vielfältige Qualifikationen gern gesehen. Lernbereitschaft wird von vielen Arbeitgebern honoriert – lebenslanges Lernen ist das Stichwort. Selbst wenn man nicht plant den Beruf zu wechseln, kann eine Fort- oder Weiterbildung in der Karriere helfen. Im täglichen Arbeitsalltag ergeben sich oft Situationen, die einem neu und unbekannt sind. Das erleben längst nicht nur Auszubildende und Berufsstarter. Hierbei helfen Lehrgänge und Schulungen. Ob in der Pflege, im Handwerk oder im Bürojob, die Aufgaben sind vielfältig und es gibt immer Neues zu lernen.

Ein Studium neben dem Job kostet zu viel Zeit. Oder nicht?

Für viele bedeutet Weiterbildung meistens eins: Zeitaufwand. Für Berufstätige, die sowieso einen Vollzeitjob, Familie und Freizeit unter einen Hut bekommen müssen, klingt eine Weiterbildung daher so gut wie unmöglich. Mitten im Berufsleben den Job zugunsten von beispielsweise einem Studium aufzugeben kommt für viele erst recht nicht infrage. Doch das muss man meist gar nicht.

Denn für so gut wie jeden Beruf gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote, die man auch neben der Arbeit wahrnehmen kann. Viele Universitäten oder Fachhochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge an. Hier gibt es bei der zeitlichen Einteilung ganz verschiedene Modelle. Teilzeitstudium, Abendstudium, Studium am Wochenende oder Fernstudienmodule, jeder berufstätige Studieninteressent kann sich für das Passende entscheiden.

Welche Studiengänge sind überhaupt möglich?

Die meisten berufsbegleitenden Studiengänge werden im Wirtschaftsbereich angeboten. Von BWL bis Wirtschaftsinformatik ist vieles dabei. Doch auch im medizinischen Bereich gibt es vieles zu lernen. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet beispielsweise den Masterstudiengang „Hospital Management“ berufsbegleitend an, der Ärzten und Ärztinnen dabei helfen kann Management Aufgaben bei der Arbeit zu übernehmen.

Auch die Fachhochschulen Schleswig-Holsteins sind vielfältig aufgestellt. An der FH Westküste in Heide wird beispielsweise der Online-Studiengang Wirtschaft, Medien & Psychologie angeboten. Die Zeiteinteilung ist hier durch das digitale Lernen flexibel und gut mit dem Beruf vereinbar.

Die Nordakademie in Elmshorn bietet wiederum viele berufsbegleitende Studiengänge im Wirtschaftsbereich an. Marketing und Sales Management, Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsrecht, die Liste ist lang.

Was für Qualifikationen sind notwendig?

Grundsätzliche Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Studium gibt es wenige. Meistens, aber nicht immer, wird für Bachelor-Studiengänge die allgemeine Hochschulreife, also Abitur oder Fachabitur, vorausgesetzt. Für ein Studium an einer Fachhochschule reicht auch die Fachhochschulreife aus. Oft ist auch weder ein Abitur noch eine Fachhochschulreife notwendig. Eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mehrere Jahre Berufserfahrung können diese ersetzen.

Denn wichtiger als die akademischen Qualifikationen sind oftmals die persönlichen. Mit zunehmendem Alter fällt es vielen oftmals schwerer Neues zu lernen, heißt es. Meistens braucht man länger sich den Stoff einzuprägen und es erfordert mehr Arbeit, so die landläufige Meinung. Daher ist der Wille etwas Neues zu erlernen und Fleiß zentral für ein erfolgreiches, berufsbegleitendes Studium. Mit viel Selbstbewusstsein, Selbstorganisation und Lernbereitschaft sollte das kein Problem sein!

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