Fort- und Weiterbildung : Auch der Staat unterstützt: Warum Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern sollten

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg eines Unternehmens. Um Weiterbildung zu fördern, gibt es viele Möglichkeiten.

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg eines Unternehmens. Um Weiterbildung zu fördern gibt es viele Möglichkeiten.

Nicht nur die Mitarbeiter, auch den Arbeitgeber bringen Fortbildungen weiter. So kann ein Unternehmen Weiterbildung unterstützen.

Henriette Mailin Bonde von
20. August 2020, 17:21 Uhr

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind das A und O in jedem Unternehmen. Kenntnisse in vielen Arbeitsbereichen sind im täglichen Berufsalltag von Nutzen. Fortbildungen helfen zum Beispiel beim Einführen von neuen Betriebssystemen oder bei einer Umstrukturierung der Arbeitsabläufe. Aber auch ohne konkrete Veränderungen im Betrieb ist es immer sinnvoll etwas Neues zu lernen. Doch wie kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter dabei unterstützen?

Interne Schulung für die Mitarbeiter

Die einfachste Lösung ist eine unternehmensinterne Fortbildung. Um alle Mitarbeiter unter einen Hut zu bekommen, ist es häufig hilfreich eine für alle verbindliche Schulung zu organisieren. Hier können allen Mitarbeiten gleichermaßen im Rahmen des Unternehmens neue Kenntnisse vermittelt werden. Dies ist nicht nur fachlich sinnvoll, sondern stärkt auch die Bindung des Teams und zum Unternehmen.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass solche unternehmensinternen Fortbildungen sich nur für große Unternehmen lohnen. Doch auch für kleine und mittelständische Unternehmen bieten sich Fortbildungen an. Die Bundesagentur für Arbeit gewährt durch mehrere Förderprogramme gerade kleinen Unternehmen finanzielle Entlastung bei der beruflichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Soft Skills genauso wichtig wie Fachwissen

Neben dem themenbezogenen Wissen werden oftmals auch sogenannte „Soft Skills“, also soziale Kompetenzen, durch eine Fortbildung vermittelt. Bei solchen Schulungen sollte man gerne auch die Ideen und Wünsche der Mitarbeiter selber berücksichtigen. Man kann auf konkrete Fragen oder speziellen Förderbedarf eingehen und somit effektiver das lernen, was auch im Arbeitsalltag benötigt wird.

So unterstützt der Staat den Arbeitgeber

In Schleswig-Holstein zahlt die Bundesagentur für Arbeit Kleinstunternehmen beispielsweise den „Weiterbildungsbonus“. Dieser deckt bis zu 50 Prozent der entstehenden Lehrgangskosten ab. Dazu zählen auch mögliche Prüfungsgebühren und Kosten für Lernmaterial. Förderfähig sind alle Weiterbildungsmöglichkeiten in einem Umfang von 16 bis 400 Zeitstunden, deren Kosten zwischen 160 und 2.000 € liegen.

Falls ein Unternehmen spezielle Mitarbeiter in ihrem Weiterbildungswunsch unterstützen möchte, gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten. Neben der Kostenübernahme bei beispielsweise einem Fernstudium ist die Arbeitszeitverkürzung eine effektive Möglichkeit, dem Mitarbeiter unter die Arme zu greifen. Eine Umstellung von Voll- auf Teilzeit oder ein flexibles Arbeitszeitsystem gibt dem jeweiligen Mitarbeiter die Zeit sich neben der Arbeit weiterzubilden.

Auch hier gibt es Förderprogramme die sowohl das Unternehmen, als auch den Mitarbeiter finanziell unterstützen. Die Bundesagentur für Arbeit berät hier gerne.

Ob nun Schulungen für alle oder eine Fortbildung einzelner, für ein Unternehmen lohnt es sich immer seine Mitarbeiter bei ihrer Weiterbildung zu unterstützen. Denn gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg jedes Unternehmens. 

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