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Bewerbungstipps : Der Lebenslauf: Besser mit Foto

vom
Aus der Onlineredaktion

Vollständig, chronologisch und trotzdem kurz und knapp - bei ihrer schriftlichen Vita gibt es für Bewerber einiges zu beachten.

Flensburg/Neumünster | Im Internet lassen sich zahlreiche Portale und Foren finden, auf denen es eine Vielzahl an Ratschlägen und Tipps für die perfekte Bewerbung gibt. Doch wer sich durch die Webseiten klickt, stellt schnell fest, dass die Empfehlungen oft ganz unterschiedlich sind und sich teilweise sogar widersprechen. Welche Bewerbungstipps aus dem Netz können bedenkenlos angewandt werden? Und welche nicht? Wir haben zwei Ausbildungsexperten aus dem Land mit einigen Tipps und Anregungen aus dem Internet konfrontiert.

Wie umfangreich darf der Lebenslauf sein?

„Eine tabellarische, lückenlose Darstellung, kurz und knapp, sollte bei Azubis bzw. Schülern möglichst auf einer Seite untergebracht werden“, sagt Heino Ewald, Ausbildungsexperte bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Flensburg.

 

BA
Andrea Julke (Arbeitsagentur Neumünster)
Andrea Julke von der Agentur für Arbeit Neumünster will keine Länge vorschreiben. „Er darf so umfangreich sein, dass folgende Informationen vorkommen:

1. Kontaktdaten: Adresse mit Telefonnummer (auch mobil), ggf. E-Mail-Adresse

2. Geburtsdatum und Geburtsort

3. evtl. Familienstand (bei Älteren und wenn nicht ledig), ggf. Kinder

4. evtl. Staatsangehörigkeit (wenn nicht deutsch oder zur Klarstellung, Kleinschreibung!)

5. Name und Beruf der Eltern *

6. Anzahl oder Name der Geschwister und deren Beruf *

7. Schulbildung (besuchte Schulen mit Jahreszahlen, evtl. zusammenfassen)

8. Schulabschluss, evtl. mit Durchschnittsnote (wenn diese gut ist)

9. Lieblingsfächer, Wahlpflichtfächer oder Schwerpunktfächer

10. Praktika oder Jobs (z. B. auch Ferienjobs oder unbezahlte Tätigkeiten)

11. Hobbys *

12. besondere Kenntnisse (z. B. EDV, Sprachen, ....)

13. Datum und Unterschrift

* = diese Angaben nur machen, wenn noch keine oder nur wenige berufliche Erfahrungen vorliegen oder wenn Berufe der Familienmitglieder bzw. Hobbys etwas mit dem Wunschberuf zu tun haben.“

Ist der Lebenslauf das tatsächliche „Herzstück“ der Bewerbung und wichtiger als das Anschreiben?

„Nein!“, sagt Ewald. „Das Anschreiben ist mindestens genauso wichtig.“

IHK
IHK-Ausbildungsexperte Heino Ewald

Ist ein chronologischer oder ein anti-chronologischer (amerikanischer) Aufbau besser?

„Ich persönlich finde einen chronologischen Aufbau besser, weil er leichter lesbar ist“, sagt Ewald. Auch Julke rät zu einem solchen Aufbau.

Muss der Lebenslauf lückenlos bzw. vollständig sein oder ist es legitim, sich auf bestimmte Schwerpunkte zu konzentrieren?

Für Julke gibt es da kein Vertun: „Der Lebenslauf muss immer lückenlos und vollständig sein.“ So sieht das auch Ewald: „Es ist wichtig, dass der tabellarische Lebenslauf alle schulischen und beruflichen Stationen lückenlos wiedergibt.“

Ein Foto ist nicht mehr zwingender Bestandteil eines Lebenslaufes. Inwiefern ist es trotzdem sinnvoll, dem Lebenslauf ein Bild von sich beizufügen?

Auch in diesem Punkt sind sich die zwei Experten einig: „Ein professionelles Foto unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bewerbung“, sagt Julke. „Ein gut gemachtes Bewerbungsfoto unterstreicht für den Betrachter die Wichtigkeit des Jobs für den Bewerber. Es suggeriert z.B. Professionalität, die man auch im Job zu bringen bereit ist.“

Ähnlich äußert sich Ewald: „Ein Foto muss nicht zwingend dabei sein. Allerdings: Wenn ich eine Bewerbung lese, möchte ich schon wissen, wie die Person aussieht, die sich bewirbt. Das ergibt ein vollständigeres Bild.“

Worauf gilt es bei dem Foto zu achten (Größe, Hintergrund, Mimik, Bildausschnitt,…)?

Hierzu rät Julke: „Man sollte sich einen kompetenten Fotografen suchen, der Erfahrung mit Bewerbungsfotos hat. Dem Fotografen sagt man, in welchem Bereich man sich um welche Position bewerben will. Erfahrene Fotografen kennen die Ansprüche der Unternehmen. Dort wird man auch hinsichtlich Kleidung, Frisur und Make-up beraten.“

Ewalds Tipp: „Das Foto sollte aktuell und von vernünftiger Qualität sein, also besser nicht aus dem Automaten, und Passbildgröße haben. Wichtig ist, dass es ein seriöses, gepflegtes Äußeres zeigt.“

 

 

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erstellt am 11.Sep.2015 | 18:15 Uhr

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