zur Navigation springen

Ausbildung 2016 : Bewerbungstipps: Beim Anschreiben liegt in der Kürze die Würze

vom
Aus der Onlineredaktion

Warum das Bewerbungsschreiben möglichst nicht länger als eine Seite lang sein sollte und ein origineller Einstieg wichtig ist.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2015 | 05:15 Uhr

Flensburg/Neumünster | Im Internet lassen sich zahlreiche Portale und Foren finden, auf denen es eine Vielzahl an Ratschlägen und Tipps für die perfekte Bewerbung gibt. Doch wer sich durch die Webseiten klickt, stellt schnell fest, dass die Empfehlungen oft ganz unterschiedlich sind und sich teilweise sogar widersprechen. Welche Bewerbungstipps aus dem Netz können bedenkenlos angewandt werden? Und welche nicht? Wir haben zwei Ausbildungsexperten aus dem Land mit einigen Tipps und Anregungen aus dem Internet konfrontiert.

Darf das Anschreiben maximal eine Seite lang sein?

„Hierzu gibt es keine generelle Regelung, jedoch dient ein kurzes Anschreiben der Überschaubarkeit“, sagt Andrea Julke von der Agentur für Arbeit Neumünster. Ähnlich sieht dies Ausbildungsexperte Heino Ewald von der Industrie- und Handelskammer (IHK)Flensburg: „Es sollte nach Möglichkeit nicht länger als eine Seite sein, denn Personalleiter haben wenig Zeit und erhalten viele Bewerbungen.“

IHK
IHK-Ausbildungsexperte Heino Ewald

Wie schlimm sind Grammatik- und Rechtschreibfehler?

Andrea Julke: „Sie sollten vermieden werden.“ Drastischer formuliert es Ewald: „Grammatik- und Rechtschreibfehler sind unbedingt zu vermeiden. Ein absolutes ,No Go'!“

Welche Schriftgröße und Schriftart sollte verwendet werden?

„Die Schrift sollte möglichst schnörkellos und damit besser lesbar sein, bei Arial und Times New Roman zwischen 10 und 12“, sagt Julke. Gut geeignet seien zudem die SchriftartenTrebuchet, Verdana, Helvetica und mit Einschränkungen Comic. Farbliche Elemente und Hervorhebungen, wie Fettdruck und Unterstreichungen sollten sparsam eingesetzt werden.

Das sieht Ewald ähnlich: „Der Text sollte leicht lesbar sein. Am besten sind geläufige Schriftarten wie Arial oder Times New Roman in Schriftgröße 11 zu verwenden.“

Warum wird von einem Einstieg mit dem Satz „Hiermit bewerbe ich mich um eine Stelle als…“ abgeraten? Was ist ein besserer Einstieg?

Ewald rät dazu: „Der Bewerber sollte Bezug nehmen auf die angestrebte Ausbildung: „Ich bewerbe mich als...“.

BA
Andrea Julke (Arbeitsagentur Neumünster)
 Julke sagt zu diesem Aspekt: „In der Einleitung sollte der Anlass oder Grund für das Schreiben genannt werden. Wichtig: Mit Kleinbuchstaben anfangen!“, rät Julke. „Mögliche Beispiele:

1. auch in diesem Jahr bilden Sie Arzthelferinnen aus. Da ich bereits erste Erfahrungen aus dem medizinischen Bereich mitbringe, bewerbe ich mich bei Ihnen.

2. durch ... habe ich erfahren, dass Sie Auszubildende für den Beruf „Maler und Lackierer“ einstellen. Daher bewerbe ich mich bei Ihnen für das Ausbildungsjahr 2016.

3. im Berufsinformationszentrum und im Internet habe ich mich über die Ausbildung zur Automobilkauffrau informiert. Da mich Autos schon immer interessiert haben und mir das Verhandeln und die Beratung von Kunden Freude machen, möchte ich diesen Beruf erlernen.“

Können starke Übertreibungen oder Lügen zu einer Kündigung und ggf. sogar zu Schadensersatzforderungen führen?

„Stimmt“, sagt Ewald. „Sich mit falschen Daten einen Arbeitsplatz zu „erschleichen“ ist ein gravierender Vertrauensbruch und kann zu einer Kündigung führen.“

 

Sie haben weitere Fragen zu Bewerbungstipps? Vielleicht finden Sie hier eine Antwort:

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen