Arbeit : Berufstätige Frauen verzichten eher auf Pause als Männer

Eine Pause einzulegen, ist für immer weniger Berufstätige selbstverständlich.
Eine Pause einzulegen, ist für immer weniger Berufstätige selbstverständlich.

Männer in Vollzeit gehen anders mit ihrer Pause um als Frauen, die im gleichen Umfang arbeiten. Die Gründe dafür sind ebenfalls geschlechtsabhängig. Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen.

shz.de von
25. September 2013, 13:16 Uhr

Frauen mit einer Vollzeitstelle neigen eher als Vollzeit arbeitende Männer dazu, auf Pausen zu verzichten. Das teilt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit (Baua). Demnach macht fast jede dritte in Vollzeit beschäftigte Frau regelmäßig keine Pause (31 Prozent). Von den in Vollzeit beschäftigten Männern sind es nur 27 Prozent.

Die Gründe für den Pausenverzicht sind je nach Geschlecht unterschiedlich. Frauen begründen ihn häufig damit, zu viel Arbeit zu haben (45 Prozent). Von den Männern sagen das nur 32 Prozent. Bei ihnen passen Pausen eher nicht in den Arbeitsablauf (53 Prozent). Das sagen wiederum nur 41 Prozent der Frauen. Befragt wurden rund 17 560 Erwerbstätige.

Je nach Branche ist der Verzicht auf Pausen unterschiedlich üblich. In der Gesundheitsbranche machen 43 Prozent der Arbeitnehmer regelmäßig keine Pause. In den Sozial- und Erziehungsberufen sowie im Ordnungs- und Sicherheitswesen sind es jeweils 36 Prozent. Etwas besser sieht es zum Beispiel in der Metallerzeugung aus. Dort macht nur jeder Sechste (17 Prozent) regelmäßig keine Pause.

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