Arbeit : Berufsknigge: In fremdem Büro nie ungebeten Platz nehmen

Leeres Büro: Setzen sollte man sich aber erst, wenn der Inhaber dazu auffordert.  Peer Grimm
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Leeres Büro: Setzen sollte man sich aber erst, wenn der Inhaber dazu auffordert.  Peer Grimm

Der Stuhl ist frei, sich sofort setzen sollte man dennoch nicht. Denn in einem fremden Büro ist man nur Gast. Der Büroinhaber hat das Hausrecht und sollte erst zum Platz nehmen auffordern.

shz.de von
19. September 2013, 17:16 Uhr

Sich in einem fremden Büro hinzusetzen, ohne dass der Gastgeber dazu aufgefordert hat, ist unhöflich. Darauf weist die Etikette-Trainerin Lis Droste hin. Das Büro eines anderen gehöre nicht zum eigenen «Herrschaftsbereich». Dementsprechend dürften Mitarbeiter auch nicht selbstverständlich über das Büro eines anderen verfügen. Stattdessen gelte es, immer die Einladung des Büroinhabers abzuwarten, Platz zu nehmen.

Schwierig wird das immer dann, wenn der Gastgeber nicht anwesend ist. In diesem Fall gilt zunächst einmal der Grundsatz, dass Besucher im Büro stehen bleiben sollten, wenn nicht der stellvertretende Gastgeber - etwa der Sekretär oder der Assistent - zum Platznehmen auffordert. Bei Kollegen oder Vorgesetzten, die einem gut vertraut sind, dürften sich Mitarbeiter im Fall einer Verspätung aber auch einmal ungebeten hinsetzen, rät Droste.

Ein wichtiges Fettnäpfchen gilt es dann allerdings zu umschiffen, wenn der Chef oder der Kollege schließlich im Büro eintrifft. In diesem Fall muss sich der Mitarbeiter zum Handschlag unbedingt erheben. «Und zwar nicht nur den Popo fünf Zentimeter aus dem Sitz hochstemmen», sagt Droste. Die Höflichkeit gebiete es, richtig aufzustehen.

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