Bei Diebstahl droht Mitarbeitern Kündigung

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24. Januar 2015, 03:50 Uhr

Arbeitnehmer müssen mit einer fristlosen Kündigung rechnen, wenn sie ihren Arbeitgeber bestehlen. Das gilt selbst dann, wenn sie nur vermeintlich geringwertige Gegenstände an sich nehmen, wie einen Schreibblock oder einen Kugelschreiber. Darauf weist Hans-Georg Meier hin, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Wer Zweifel hat, ob er etwas mit nach Hause nehmen oder behalten kann, fragt am besten immer erst beim Vorgesetzten nach. Das verhindert von vornherein, dass es zu Missverständnissen und Problemen kommt.

Selbst bei vermeintlich wertlosen Sachen wie Abfall erkundigen sich Arbeitnehmer lieber einmal zu viel als zu wenig. Das betrifft etwa Supermarkt-Mitarbeiter, die abgelaufene Lebensmittel mit nach Hause nehmen wollen. Auch diese gehören streng genommen dem Arbeitgeber. Selbst dabei kann unter Umständen Ärger drohen, erläutert Meier.

Gibt der Vorgesetzte seine Erlaubnis, sind Mitarbeiter dagegen auf der sicheren Seite. Das gilt selbst dann, wenn die Antwort des Vorgesetzten objektiv falsch ist. In dem Fall droht Mitarbeitern keine Kündigung, sondern nur eine Abmahnung.

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