Babybauch der Kollegin nie ungefragt tätscheln

 Alle wollen den Bauch mal anfassen - sogar im Büro sind Schwangere davor nicht gefeit. Etikette-Experten raten, sich diesen Eingriff in die Intimsphäre ausdrücklich zu verbitten. Foto: Jens Schierenbeck
Alle wollen den Bauch mal anfassen - sogar im Büro sind Schwangere davor nicht gefeit. Etikette-Experten raten, sich diesen Eingriff in die Intimsphäre ausdrücklich zu verbitten. Foto: Jens Schierenbeck

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Viele Menschen verspüren den Drang, einer Schwangeren an den Bauch zu fassen. Nicht alle werdenden Mütter nehmen dies als positive Geste war. Deshalb sollte man das im Berufsleben tunlichst unterlassen.

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17. August 2013, 05:33 Uhr

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Viele Menschen verspüren den Drang, einer Schwangeren an den Bauch zu fassen. Nicht alle werdenden Mütter nehmen dies als positive Geste war. Deshalb sollte man das im Berufsleben tunlichst unterlassen.

Viele Schwangere macht es fassungslos: Kaum wölbt sich ihr Bauch, fassen ihnen selbst wenig nahestehende Menschen wie Kollegen ungefragt an den Bauch. Von den Tätschelnden ist es oft als Ausdruck von Zuneigung gemeint. «Doch so eine Griff ist kaum zu entschuldigen», sagt die Etikette-Trainerin Lis Droste vom Netzwerk Etikette Trainer International. Jemanden ungefragt am Bauch zu berühren, sei ein unverschämter Übergriff. Schwangere dürften darauf ruhig energisch reagieren und sich diesen Eingriff in ihre Intimsphäre ausdrücklich verbitten.

Mit detaillierten Geschichten zur Geburt des eigenen Kindes sollten sich Kollegen ebenfalls zurückhalten. Auch wenn ein Babybauch der Kollegin Erinnerungen wachruft - sie damit zu belästigen, sei unhöflich, warnt Droste. Die Schwangere müsse auch hier nichts dulden und dürfe ruhig ausdrücklich sagen, dass sie solche Geschichten nicht hören will.

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