Ausbildungsmesse AzubIZ 2019 : Urlaubsanspruch und Resturlaub in der Ausbildung

Urlaubsvorfreude ist für viele die schönste Freude!

Urlaubsvorfreude ist doch die schönste Freude!

Wie viel Urlaub einem zusteht und was mit dem Resturlaub geschieht, ist gesetzlich festgelegt. Trotzdem existieren Ausnahmeregelungen, die es zu beachten gilt.

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07. Juli 2019, 05:26 Uhr

Jeder Arbeitnehmer ist froh gestimmt, wenn der wohlverdiente Urlaub bevorsteht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob eine Fernreise geplant ist oder der Urlaub zu Hause verbracht wird. Jedoch hat die Anzahl der jährlichen Urlaubstage Auswirkungen auf die Urlaubspläne. Der Mindesturlaubsanspruch ist gesetztlich festgelegt, sodass sich die Arbeitgeber daran orientieren können. Ebenso gilt es die Regelungen zu beachten, die das Verwalten vom Resturlaub bestimmen. Besonders das Verfallen der restlichen Urlaubstage ist ein viel diskutiertes Thema und wurde zudem im November letzten Jahres neu ausgelegt.

Der Mindesturlaubsanspruch          

Die Anzahl der Urlaubstage ist von der Summe der wöchentlichen Arbeitstage abhängig. Bei einer Fünftagewoche hat der Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch von 20 Werktagen, wohingegen der Anspruch auf 24 Werktage ansteigt, wenn der Arbeitnehmer an sechs Tagen in der Woche arbeitet. Nach § 2 des Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) sind davon alle Arbeiter, Angestellten, Azubis und Arbeitnehmer ähnlichen Personen erfasst. Den gesetzlichen Mindesturlaub muss ein Arbeitnehmer nehmen, da keine Möglichkeit zur Auszahlung der Urlaubstage besteht. Die einzige Ausnahme besagt jedoch, dass dies möglich ist, wenn der Arbeitnehmer aus dem Unternehmen ausscheidet.

Der Mindesturlaubsanspruch für unter 18-jährige Arbeitnehmer

Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt neben den wöchentlichen Arbeitszeiten auch den Mindesturlaubsanspruch fest. So haben Unter-16-Jährige einen Anspruch auf mindestens 30 Urlaubstage. Bis zur Volljährigkeit staffeln sich die Urlaubstage, sodass Unter-17-jährige einen Mindestanspruch auf 27 Urlaubstage und unter 18-Jährige einen Anspruch auf mindestens 25 Urlaubstage haben.

Resturlaub

Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer ihre gesamten Urlaubstage innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Jedoch gibt es Fälle, in denen wegen Krankheit, zu viel Arbeit oder einer Urlaubssperre die Urlaubstage nicht genommen werden können. Laut § 7 BUrlG haben die betroffenen Arbeitnehmer demnach das Recht den Urlaub auf die ersten drei Kalendermonate des Folgejahres zu übertragen. Der Stichtag ist dann der 31. März. Danach verfällt der Urlaub aus dem Vorjahr nach der bisherigen Rechtsprechung des BAG ersatzlos.

Das ist neu!

Seit November 2018 hat der Arbeitgeber nun, in Bezug auf den verbleibenden Resturlaub, Aufforderungs- und Aufklärungspflichten. Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten künftig auffordern, noch nicht beantragten Urlaub zu nehmen und darauf aufmerksam machen, dass er sonst verfällt. Unterlassen sie das, kann das unter Umständen dazu führen, dass Arbeitnehmer doch noch einen verfallen geglaubten Urlaubsanspruch geltend machen können.

Veranstaltungshinweis: Berufs- und Ausbildungsmesse AzubIZ in Itzehoe

Am 20. September öffnet das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) Steinburg in Itzehoe seine Tore. Schulabgänger, Ausbildungs- und Studiensuchende sowie junge Erwachsene, Lehrer und Eltern sind herzlich eingeladen die Messe AzubIZ zu besuchen. Los geht es um 8.30 Uhr im Juliengardeweg 9 in Itzehoe.

Weiterlesen: Jobmesse des Nordens - 20 Jahre AzubIZ

Was: Berufsinformationsmesse über Ausbildung und Studium
Wann: 20. September 2019, 8.30-13 Uhr
Wo: Regionales Berufsbildungszentrum Steinburg in Itzehoe, Juliengardeweg 9-13, 25524 Itzehoe
Geeignet für: Schulabgänger, Ausbildungs- und Studiensuchende sowie junge Erwachsene, Lehrer und Eltern
Eintritt: Kostenlos

Wer bei der AzubIZ 2019 einen Termin mit einem der anwesenden Unternehmen ausmachen möchte, um unkompliziert ins Gespräch zu kommen, kann das mit einer einfachen E-Mail erledigen. Dafür einfach auf „Hier Termin vereinbaren“ klicken.


(Mit Material von Arag)

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