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So sieht eine gute Bewerbung aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wer sich für einen Job interessiert, sollte mit fundiertem Wissen über das Unternehmen glänzen können

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 10:59 Uhr

Beim Schreiben einer Bewerbung kommen viele ins Grübeln: Einerseits wollen sie sich von den Konkurrenten absetzen, andererseits dürfen die Unterlagen nicht zu ausgefallen sein. Wie diesen Spagat meistern? Auf diese Punkte sollten Bewerber achten:

Was kann ich der Firma bieten? Das sollte der Arbeitgeber aus dem Anschreiben erfahren. Anfang und Ende des Textes sind dabei entscheidend, erklärt die Karriereberaterin Svenja Hofert. Diese Sätze bleiben in der Regel im Gedächtnis der Personaler hängen. Jedes Unternehmen verdiene dabei einen individuellen Einstieg, meint der Kölner Bewerbungsberater Jürgen Zech. Am Anfang des Anschreibens sollte ein Bezug zwischen Bewerber und Unternehmen hergestellt werden. Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich...“ sind ebenso vermeidbar wie ein erster Satz, der mit „Ich“ beginnt. Stattdessen könnte ein schönes Anschreiben etwa so beginnen: „Wenn Sie einen aufgeweckten Azubi suchen, dann...“

Auch im Lebenslauf suchen Personaler nach Anknüpfungspunkten zwischen Bewerber und Firma. Zech rät: „Man sollte gezielt gucken, welche Kernkompetenzen gefordert sind. Gibt es etwas, das mich mit dem Unternehmen verbindet?“ Diese Punkte im Lebenslauf werden dann ausführlich dargestellt. Wegen kleineren Lücken sollten sich Bewerber keine Sorgen machen. Aber auch sie sind vermeidbar. „Man ist mit der Schule seit zwei Jahren fertig und hat gejobbt – dann ist es gut, das anzugeben“, sagt Zech. Eine Weltreise oder eine Weiterbildung kann man ruhig hineinschreiben. Aber immer dran denken: ehrlich bleiben. Kommt im Vorstellungsgespräch das Thema auf die Angabe, müssen Bewerber etwas dazu sagen können. Was Bewerber gerne in der Freizeit machen, müssen sie nicht zwingend angeben. Mit manchen Hobbys können Jobanwärter aber punkten. Wer viel reist und darauf hinweist, zeigt Weltoffenheit, Sportler weisen auf ihre aktive Ader hin.

Dynamisch, seriös, sympathisch: Auf einem Bewerbungsfoto kann sich ein Jobanwärter genauso zeigen, wie er ist – oder sein will. Ausländische Unternehmen wollen in der Regel kein Bild haben, sagt der englische Karrierecoach Julian Simons. „Grundsätzlich ist ein Bewerbungsfoto da ein Tabu.“ Anders bei deutschen Firmen: Dort sollten Bewerber großen Wert auf gute Bilder legen, rät Zech. Das Geld ist in einen professionellen Fotografen gut angelegt. Absolutes No-Go: das Urlaubsfoto. Das Bild sollte deutlich größer als ein Passbild sein, die Kleidung zur Berufsgruppe passen.

Die perfekte Mappe besteht mittlerweile aus sauber gestalteten Online-Dokumenten, erklärt Zech. Immer mehr Firmen fordern die Unterlagen auf digitalem Wege an. Besteht ein Arbeitgeber doch auf der Papierform, reicht eine schlichte Mappe mit Klarsichtoberfläche. Dadurch kann der Personaler gleich das Bewerbungsfoto sehen.

Facebook-, Twitter- und Xing-Accounts anzugeben, kann von Vorteil sein – allerdings nur, wenn die Profile ein gutes Bild vom Bewerber vermitteln. „Wenn mein Account vorzeigbar ist, würde ich das angeben“, sagt Hofert. Es darf aber keine Differenzen zur eigentlichen Bewerbung geben, schränkt Zech ein. „Social Media muss genauso gepflegt sein wie der Lebenslauf.“

 

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