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Authentischer Auftritt : Für den ersten Eindruck gibt es selten eine zweite Chance

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Schauspieler lebt seine Rolle, der Verkäufer verkauft sein Produkt, der Politiker überzeugt mit Argumenten: Allen gemeinsam ist das gesprochene Wort – und der notwendige authentische Auftritt!

Der Schauspieler lebt seine Rolle, der Verkäufer verkauft sein Produkt, der Politiker überzeugt mit Argumenten: Allen gemeinsam ist das gesprochene Wort – und der notwendige authentische Auftritt!

Den ersten beruflichen Auftritt im Leben hat man meist beim Bewerbungsgespräch oder im Accessment-Center. Wer sich nicht darauf vorbereitet, ist entweder ein Naturtalent in Selbstdarstellung oder ein Optimist nach der Devise : Wenn ich mich so gebe, wie ich bin, wird das schon ausreichen.

Wer sich nicht darauf verlassen will, macht sich rechtzeitig Gedanken über sein Auftreten. Dazu gehört alles, was ein Personalchef sieht, hört, riecht und fühlt.

Fühlt? Ja ! Der Handschlag ist bei der Begrüßung der erste und bei der Verabschiedung nach dem Bewerbungsgespräch der letzte „Körperkontakt“.

Fällt dieser zu lasch, zu feucht oder zu kräftig aus, kann das Sympathiepunkte kosten – wird aber sicher nicht über eine Einstellung entscheiden.

Ein angenehmer, nicht zu aufdringlicher Duft ist für Männer und Frauen gleichermaßen vorteilhaft. Richtig wichtig neben den Zeugnissen sind aber die altbekannten Soft Skills: Kleidung, Sprachduktus, Blickkontakt, Körperhaltung, aber natürlich auch Pünktlichkeit und Höflichkeit.

Die Kleidung sollte der Arbeitsstelle, um die es geht, angemessen sein: Anzug mit Schlips bzw. Kostüm für kaufmännische Berufe, gehobene Freizeitkleidung für handwerkliche Tätigkeiten und dergleichen. Vermeiden sollte Frau/Mann eine zu grelle oder freizeitbetonte Garderobe und Sportkleidung – außer natürlich bei einer Bewerbung im Sportstudio.

Auch wenn es ungewöhnlich erscheint, ist das Üben des freien Sprechens sinnvoll, um das unvermeidliche Lampenfieber etwas einzugrenzen.

Wer undeutlich, zu schnell oder mit halben Sätzen spricht, kommt leicht als unsicherer Mensch beim Gegenüber an.

Für den ersten Eindruck gibt es selten eine zweite Chance. Dieser Eindruck lässt sich optimieren: entweder vor dem Spiegel Gespräche simulieren oder mit Freunden/einem Coach diese Gespräche üben, bis sich eine fühlbare Sicherheit für einen authentischen (nicht gespielten) Auftritt einstellt. Ein ruhiger Blickkontakt ist wie der richtige Handschlag ein Indiz für Selbstsicherheit.

Auch das Interesse am Gesagten des Personalchefs zeigt sich darin, an den geeigneten Stellen zu nicken oder zu lächeln.

Das Sitzen auf der Stuhlkante mit durchgedrücktem Rücken zeigt zwar höchste Aufmerksamkeit, kann aber auch als verkrampft oder überheblich rüberkommen. Sich lässig in den Stuhl zu fläzen ist gleichermaßen unangebracht. Gerade sitzen und sich leicht anlehnen, das strahlt Ruhe aus.

Grundsätzlich kommen alle diese Punkte auch später im Berufsleben zum Tragen. Zur Kommunikation gehört mehr als nur das gesprochene Wort. Die Körpersprache hat einen erheblich größeren Anteil an gelungener Interaktion, als viele denken.

Wie etwas gesagt wird, verändert die Wirkung des Gesprochenen ganz wesentlich – bis hin zum Gegenteil dessen, was eigentlich gemeint war, wenn zum Beispiel der Empfänger aus dem Tonfall Ironie heraushört, die gar nicht beabsichtigt war.

Der Mitarbeiter ist immer ein Teil vom Ganzen (der Firma) und wirkt gegenüber allen Außenstehenden als Aushängeschild. Es wird schnell aus dem Verhalten des Mitarbeiters auf die Leistung eines Unternehmens geschlossen, auch wenn das nicht berechtigt ist.


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erstellt am 08.Sep.2014 | 10:02 Uhr

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