Umfrage zu Berufswünschen : Freizeit häufig wichtiger als der Job

Zwar haben Fleiß und Leistung bei jungen Leuten durchaus eine hohe Bedeutung. Ein enger Kontakt zu Freunden und zur Familie ist jedoch bei fast allen Befragten von höherer Priorität.

Zwar haben Fleiß und Leistung bei jungen Leuten durchaus eine hohe Bedeutung. Ein enger Kontakt zu Freunden und zur Familie ist jedoch bei fast allen Befragten von höherer Priorität.

Laut einer Umfrage legt die „Generation Z“ viel Wert auf genügend Ausgleich zum Studium oder Job. Gleichzeitig sollte aber auch die Bezahlung stimmen.

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26. Dezember 2018, 04:14 Uhr

Genügend Freizeit, um sich von den täglichen Verpflichtungen zu erholen und um sich eigenen Entfaltungsmöglichkeiten, Hobbys und Freunden widmen zu können – das ist es, was bei jungen Menschen heutzutage an oberster Stelle steht, wenn es um Faktoren geht, die zur persönlichen Zufriedenheit beitragen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Bankenverbands unter 16- bis 29-Jährigen. Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, fasst das Umfrageergebnis so zusammen: „Eine große Mehrheit der jungen Leute bekennt sich zwar zu Leistung, aber zwei Drittel der Befragten halten ihre Freizeit grundsätzlich für wichtiger als Job bzw. Schule oder Studium. Und sieben von zehn sehen die höchste Priorität bei Familie und Freunden.“

Als Generation „Z“ werden grob die 16- bis 29-Jährigen bezeichnet, die als Nachfolgegeneration zu „Y“ gelten.
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Als Generation „Z“ werden grob die 16- bis 29-Jährigen bezeichnet, die als Nachfolgegeneration zu „Y“ gelten.

 

Hohe und vielfältige Erwartung an die Zukunft

Doch das sind nicht die einzigen Kriterien, nach denen junge Leute streben und so wird es für etliche sicherlich eine Herausforderung darstellen, all die Wünsche an das Arbeitsleben miteinander vereinbaren zu können. Denn weiter ergibt sich aus der Umfrage, dass 70 Prozent der unter 30-Jährigen einerseits nach materiellem Wohlstand streben und gleichzeitig geben 88 Prozent der Befragten „Selbstverwirklichung“ als Lebensziel an. Krautscheid sieht hierin eine äußerst positive und selbstbewusste Einstellung bei der jungen Generation und sieht darin die Aufgabe, die auf zukünftige Arbeitgeber zukommt: „Gleichwohl werden die Arbeitgeber sich in Zeiten des Fachkräftemangels auf die begehrten Arbeitskräfte und ihre Anforderungen einstellen müssen. Flexible Arbeitszeiten, ein angenehmes und modernes Umfeld, die persönlichen Karrierechancen – das Gehalt ist längst nicht mehr das einzige Kriterium, das für die Berufswahl junger Leute ausschlaggebend ist.“

Alle Ergebnisse der Umfrage vom November 2018 sind hier nachzulesen.

Quelle: Bundesverband deutscher Banken (BdB)

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