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Soziale Netzwerke : Facebook: Wenn der Chef Dein Freund werden will

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Was tun, wenn Vorgesetzte eine Freundschaftsanfrage per Facebook an Auszubildende verschicken? Fügt man den Chef zum eigenen Netzwerk hinzu?

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 12:38 Uhr

Eine Freundschaftsanfrage vom Vorgesetzten? Soll durchaus vorkommen. Ob man den Chef zu seinen Facebook-Freunden zählt und deshalb ins eigene Netzwerk aufnimmt, hängt vom eigenen Nutzungsverhalten bei dem Sozialen Netzwerk ab. Und davon, ob man nicht auch Berufsnetzwerke nutzt, über die man den Kontakt zum Chef alternativ herstellen kann.

Erhält man eine Freundschaftsanfrage vom Vorgesetzten, kann man diese Nachricht als Anlass nehmen, über sein Nutzungsverhalten nachzudenken. Habe ich Verwerfliches veröffentlicht oder geteilt - Texte, Fotos, Videos - , die nicht für den Chef bestimmt sind? Dann bietet sich die Erstellung einer neuen Facebook-Liste an. So nennt man ein spezielles Verzeichnis mit ausgewählten Facebook-Kontakten.

Selbst erstellte Listen mit Freunden auf dem Sozialen Netzwerk haben den charmanten Vorteil, dass man seine Beiträge auch nur mit den Personen, die sich in einer Liste befinden, teilen kann. Wenn also der Vorgesetzte plötzlich eine Freundschaftsfrage schickt - kein Problem. Man kann ihn dann in eine Extra-Liste, etwa Beruf, aufnehmen und ganz frei entscheiden, was auch der Chef sehen darf. Weiter unten erklären wir die Erstellung solcher Listen auf Facebook.

Eine eigene Liste für den Beruf oder nur den Chef besitzt aber den Nachteil, dass man ständig darüber nachdenken muss, was man wem auf Facebook mitteilt und was nicht. Das schränkt bei der Nutzung ein wenig ein. Idealerweise sind die persönlichen Beiträge aber so seriös, dass man sich die Listenfunktion ohnehin sparen kann.

Es gibt aber auch eine empfehlenswerte Alternative, wenn der Chef eine Freundschaftsanfrage schickt. Wenn man Facebook ausdrücklich privat nutzen möchte, aber auch bei Berufsnetzwerken wie Xing oder Linkedin angemeldet ist, kann man dem Chef in einer Antwort auf seine Anfrage eine Vernetzung auf diesen Plattformen anbieten. Zur Antwort gehört natürlich auch ein Hinweis darauf, dass man Facebook privat nutzt und deshalb eine berufliche Vernetzung über die Plattform nicht in Frage kommt.

So funktioniert das Erstellen von Listen auf Facebook:

1. Klicke direkt nach der Anmeldung in der linken Menüspalte auf "Freunde". Oben findet sich der Eintrag "Liste erstellen". Für den Einstieg stehen in Facebook standardmäßig die Einträge "Enge Freunde", "Bekannte" und "Eingeschränkt" zur Verfügung.

2. Bei der Erstellung einer neuen Liste vergibt man einen Namen und kann im Feld darunter direkt die Personen zur Liste hinzufügen. Es reicht, wenn mann die Anfangsbuchstaben eingibt: Facebook macht dann schnell Vorschläge für Freunde aus dem eigenen Netzwerk.

3. Will man seinen Freund hinterher einer anderen Listen hinzufügen, ist das auch kein Problem: Man ruft dann einfach die Profilseite des Freundes auf und führt die Maus über die "Freunde"-Schaltfläche. Im Untermenü werden wählbare Listen angezeigt. Fehlt ein Liste in dieser Ansicht, klickt man auf "Alle Listen anzeigen…" Mit einem Klick auf den jeweiligen Eintrag erfolgt dann eine Änderung.

4. Bei der Veröffentlichung von Beiträgen kann man die Liste, für die die Nachricht bestimmt ist, über die Schaltfläche "Freunde" unterhalb des "Was machst du gerade?"-Feld auswählen.

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