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Bildungsmesse : Ausbildungsberufe zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehr Firmen, mehr Besucher: Die Ausbildungsmesse AzubIZ übertrifft den Erfolg des Vorjahres. Bedauert wird nur die schwache Resonanz bei den Gymnasien.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 05:00 Uhr

„Freitag, der 13. – für uns ein gutes Datum!“, freute sich Rainer Kattge, Lehrer am Regionalen Berufsbildungszentrum (rbz) und Mitorganisator der Ausbildungsmesse AzubIZ. Zum zweiten Mal fand der Tag der beruflichen Bildung unter diesem Namen statt und stieß auf reges Interesse. „Wir haben noch mehr Zulauf als im letzten Jahr“, so Kattge. „Überwältigend!“, urteilte rbz-Geschäftsführer Klaus-Peter Teske. Nicht nur gemessen an der Zahl der Besucher, sondern auch bezüglich der Ausstellerbeteiligung war die Messe in diesem Jahr ein Erfolg. Über 50 Firmen und Betriebe – also deutlich mehr als im Vorjahr – präsentierten sich, informierten über sich und ihre Ausbildungs- und Studienangebote und standen den meist jugendlichen Besuchern Rede und Antwort.

„Die Konzeption hat sich bewährt“, erklärte Kattge. Auch die Zusammenarbeit mit den drei Partnern habe wieder gut funktioniert. Veranstaltet wurde die AzubIZ vom rbz gemeinsam mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und unserer Zeitung. Einziges Manko nach Meinung der Veranstalter: „Wieder waren nur sehr wenige Gymnasiasten da“, bemerkte Rundschau-Verlagshausleiterin Petra Remus hinterher und appellierte an die Schulleiter der Gymnasien im Kreis, ihre Schüler für einen Besuch auf der AzubIZ vom Unterricht freizustellen. Schließlich entscheide sich so mancher Abiturient für eine Ausbildung, zudem umfasse das Informationsangebot auf der Messe auch duale und triale Studiengänge.

Einen solches triales Studium für Industriekaufleute, das aus wissenschaftlichem Studium, theoretischer Ausbildung in der Schule und praktischer Ausbildung im Betrieb besteht, bietet das rbz ab Herbst 2014 in Zusammenarbeit mit der FH Westküste an, die ebenfalls auf der Messe vertreten war.

Direkt gegenüber informierte das Unternehmen Brunsbüttel Ports zum ersten Mal im Rahmen der AzubIZ über seine Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Ausbildungsbeauftragte Kim Jana Klein: „Die Resonanz ist ganz in Ordnung. Einige Interessierte mit konkreten Fragen waren dabei.“ So beispielweise Kerrin Westphalen. Die 19-jährige rbz-Schülerin möchte sich nach dem Abitur in Richtung BWL orientieren, findet aber auch den Beruf der Schifffahrtskauffrau „ganz interessant“. „Mehr Bewegung“ sei darin enthalten, nicht nur acht Stunden Büroarbeit. Auf der AzubIZ habe sie Antworten auf ihre Fragen bekommen und alles gut gefunden, was sie sich vorgenommen hatte.

Gezielte Fragen wurden auch an Horst Kühn herangetragen. Der Obermeister der Innung für Land- und Baumaschinentechnik und Ausbilder bei der Firma Meifort lobte: „Die Interessierten sind in diesem Jahr deutlich besser vorbereitet als in den Vorjahren.“ Und auch Magdalena Mehlert, Auszubildende beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, berichtete von einigen „wirklich interessierten“ Besuchern am sh:z-Stand. Enttäuscht hingegen war Thomas Dethlefs, der die angehenden Zimmermänner am rbz betreut: „Die Resonanz ist hier leider nicht sehr groß“. Trotzdem stehe der Berufszweig in der Region noch vergleichsweise gut da.

Begleitet wurde die AzubIZ von einem bunten Rahmenprogramm mit tänzerischen und musikalischen Darbietungen sowie einer Modenschau, die verschiedene Arbeitsbekleidungen und das richtige Outfit fürs Bewerbungsgespräch präsentierte.

 

 

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