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Ausbildung: Fragen im Vorstellungsgespräch

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Letzte Hürde vor dem Start in die Ausbildung: Im Bewerbungsgespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber gilt es, sich gekonnt zu präsentieren. Auf diese Fragen sollte man eine Antwort parat haben.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 11:31 Uhr

Das Spiel ist bekannt: Die Bewerbung um eine Ausbildung ist auf Gefallen beim Unternehmen gestoßen, die Tür zum Traumjob offen. Jetzt erfolgt die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Dort trifft der Bewerber auf den Arbeitgeber, meistens in Person des Personalverantwortlichen.

Dieser will den Bewerber kennenlernen und stellt dazu eine Reihe an Fragen. Auf einige gängige Fragen, von denen die wir hier einige präsentieren, sollte man vorbereitet sein. Sie werden gerne vom potenziellen Arbeitgeber gestellt.

1. Würden Sie sich bitte kurz vorstellen?

Die klassische Einstiegsfrage. Der potenzielle Arbeitgeber hat die Bewerbungsmappe erhalten, weiß also schon einiges über den Bewerber. Jetzt soll der Bewerber zeigen, dass er sich und seine Persönlichkeit sowie die berufliche Qualifikationen überzeugend, kurz und knapp darstellen kann. Keine leichte Übung.

Logisch aber, dass man die beruflichen Qualifikationen in den Vordergrund stellt. Aber auch auf das Privatleben kann man eingehen. Dabei gilt es, möglichst unverfängliche Antworten zu geben. Wer angibt, seinen Wohnort gewechselt zu haben wegen seines Lieblings-Fußballteams, das man an Wochenenden begleitet, sammelt weniger Pluspunkte.

2. Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Jeder Mensch besitzt Stärken als auch Schwächen. Insofern ist es nicht erstrebsam, im Vorstellungsgespräch nur auf eigene Stärken hinzuweisen. Allerdings sollte man die Stärken zuerst nennen. Dabei geht es um Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Kreativität, Pünktlichkeit. Erst abschließend weist man auch auf Schwächen hin. Mit vermeintlichen Schwächen, die aber auch als Stärken ausgelegt werden können, wie "Ich bin manchmal zu perfekt", sollte man eher zurückhaltend umgehen. Sie sind in der Regel schon sehr abgenutzt und dem Gegenüber bekannt.

Hat der Arbeitgeber in der Stellenausschreibung bereits Aussagen getroffen, was der Bewerber für Eigenschaften mitbringen sollte? Dann ist es empfehlenswert, in der Frage nach den Stärken und Schwächen darauf einzugehen. Der Arbeitgeber erwartet aber niemanden, der alles kann; vielmehr will er abtasten, ob der Bewerber die Stelle richtig einschätzt.

3. Was sind Ihre Hobbys?

Bewerber mögen jetzt denken: Warum will das Unternehmen das überhaupt wissen? Aber: Die Frage zielt auf die persönliche Lebenswelt des Bewerbers - und die ist voll von Eigenschaften, die positiv wie negativ interpretiert werden können.

Also gilt es gekonnt abzuschätzen, was man preisgibt und was nicht. In jedem Fall gilt: ehrlich und authentisch bleiben! Es bringt nichts, mitzuteilen, dass man sehr häufig Computerspiele spielt, wenn man sich als Fachinformatiker der Anwendungsentwicklung bewirbt, aber keine Ahnung hat von Programmiersprachen. Wer Sport treibt, kann zum Beispiel seine Lieblingssportart nennen: Mannschaftssportarten belegen unter Umständen Teamplayer-Eigenschaften, Erfolge im Einzelsportarten Durchsetzungskraft.

4. Was interessiert Sie an der Ausbildung?

Im besten Fall kann man auf diese Frage etwas aus der Berufsbiografie einbauen, etwa Praktikums-Erfahrungen im angestrebten Beruf. Zu erzählen, dass man sich vorher mit dem Berufsbild beschäftigt hat und viele der Anforderungen mit den persönlichen Eigenschaften übereinstimmen, macht auch Eindruck. Eine Antwort wie "Ich brauche einen Job" zeugt dagegen von Desinteresse und ist unerwünscht.

5. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

Klar, diese Frage zielt darauf ab, ob sich der Bewerber über den potenziellen Arbeitgeber informiert hat und ausreichend Motivation mitbringt. Wichtig ist es also, ein Bekenntnis abzulegen, warum das Unternehmen interessant ist - etwa wegen des guten Rufes der Ausbildung oder wegen der Produkte. Kombinierbar sind diese Ausführungen mit eigenen Erfahrungen im Beruf. Man kann zum Beispiel darstellen, dass man sich im Rahmen eines Praktikums schon auf die Ausbildung vorbereiten konnte und merkte, dass dieser Beruf der richtige ist.

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