Anzeige : Arbeitsfähig bleiben - wie sich Betriebe und Angestellte vor hohem Krankenstand schützen

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Das Gesetz verlangt von Unternehmen, seine Angestellten zu schützen. Der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde unterstützt seine Mitglieder darin. Die Erstberatung ist kostenlos.

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18. Juni 2018, 04:38 Uhr

Es gibt wohl keinen Arbeitgeber, der noch nicht mit diesem Thema konfrontiert war: Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus dem Team wird krank, weil etwa die Arbeit zu stark belastet. Zu viele Aufgaben in einer zu kurzen Zeit, Probleme mit den Kollegen und anderer Stress schaden der Gesundheit. Was vielen nicht bewusst ist: Laut Arbeitsschutzgesetz ist es die Pflicht des Arbeitgebers, Faktoren zu ermitteln, die die Beschäftigten möglicherweise belasten. Was also können die Angestellten und der Betrieb gleichermaßen tun, um fit zu bleiben?

Was Arbeitgeber für die Gesundheit der Mitarbeiter tun müssen

Der Betrieb muss symbolisch gesprochen die Detektivmütze aufsetzen und anfangen, in den eigenen Reihen zu analysieren: Wie sind die Arbeitsbedingungen für das Team beschaffen? Gibt es zum Beispiel etwas, das die Arbeitnehmer psychisch belastet? Zu dieser Analyse zählt unter anderem, Arbeitsabläufe und soziale Beziehungen im Blick zu haben, um mögliche Konflikte rechtzeitig zu identifizieren und durch bestimmte Maßnahmen zu vermeiden. All dies fällt unter den Begriff „Gefährdungsbeurteilung“.

Für den Terminkalender: Webinar zum betrieblichen Gesundheitsmanagement

Wie wichtig die Gesundheit der Arbeitnehmer ist, weiß der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Holstein aus erster Hand, denn er berät Unternehmen aus der Region Tag für Tag bei all ihren Herausforderungen. Ein hoher Krankenstand im Betrieb gehört zu den häufigsten Problematiken. Mit einem strategisch ausgerichteten Gesundheitsmanagement kann man dafür sorgen, dass der eigene Betrieb „gesund“ wird und bleibt. Darum lädt Dr. Fabian Geyer zum kostenlosen Webinar „Irrwege und Wege zum gesunden Betrieb“ ein. Unter diesem Link kann man sich dafür anmelden: www.arbeitgeber-fortbildung.de. Das Webinar dauert etwa 30 Minuten.

„Eine solche Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, klingt für viele Unternehmen erst einmal kompliziert und wie eine Mammut-Aufgabe. Doch man kann sich Hilfe holen. Wir vom Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde bieten unseren Mitgliedern unsere Unterstützung an. Die Erstberatung mit dem Schwerpunkt psychische Belastungen bei den Betrieben vor Ort ist sogar kostenlos“, weist Geschäftsführer Dr. Fabian Geyer auf ein Angebot des Arbeitgeberverbands hin, das es in dieser Form nirgendwo anders gäbe.

Fabian Geyer ist Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Flensburg – Schleswig – Eckernförde.
michael staudt
Fabian Geyer ist Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Flensburg-Schleswig-Eckernförde.
 

Die Gefährdungsbeurteilung erfolgt in sieben Schritten

  • Schritt 1: Im ersten Schritt muss man festlegen, welche Tätigkeiten und Bereiche - sowie ihre Arbeitsbedingungen - untersucht werden sollen.
     
  • Schritt 2: Danach werden Faktoren ermittelt, die bei der Arbeit psychisch belastend wirken - zum Beispiel durch Mitarbeiterbefragungen, Statistiken zur Fluktuation, Beschwerden oder Krankenstände.
     
  • Schritt 3: Die im zweiten Schritt ermittelten Faktoren müssen nun beurteilt werden. Ziel ist es herauszufinden, ob im Sinne des Arbeitsschutzes bestimmte Maßnahmen ergriffen werden sollten. Eine Orientierung bieten hier zum Beispiel Vergleichswerte. Sie zeigen an, wo von der Norm abgewichen wird. Die Ergebnisse sollten dann mit einem Experten besprochen werden.
     
  • Schritt 4: Im vierten Schritt werden Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Ist eine Gefährdung definiert, muss diese möglichst gering gehalten und bekämpft werden. Hierbei empfiehlt es sich, nicht alle Problemfelder zur gleichen Zeit zu bearbeiten, sondern Prioritäten zu setzen.

    <p>Eine Gefährdungsbeurteilung im Betrieb macht man nicht nebenbei - hierfür ist eine Strategie vonnöten. Der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde unterstützt seine Mitglieder darin.</p>
    Unsplash

    Eine Gefährdungsbeurteilung im Betrieb macht man nicht nebenbei - hierfür ist eine Strategie vonnöten. Der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde unterstützt seine Mitglieder darin.


     
  • Schritt 5: Danach folgt die Kontrolle, im Rahmen derer man überprüft, ob die Maßnahmen, die man ergriffen hat, zum gewünschten Ziel geführt haben. Auch hier bietet sich wieder eine Befragung der Mitarbeiter an oder auch Workshops, in denen jeder Teilnehmer ein Feedback darüber gibt, ob und wie sich seine Situation verbessert hat.
     
  • Schritt 6: Immer am Ball bleiben: Eine Gefährdungsbeurteilung ist niemals abgeschlossen, sondern muss stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Anlässe zu Aktualisierungen können zum Beispiel Umstrukturierungen innerhalb des Betriebes sein, auffällige Häufungen von Beschwerden oder neue Arbeitsschutzvorschriften.
     
  • Schritt 7: Das Gesetz schreibt Betrieben vor, ihre Maßnahmen zur Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren. Darin müssen alle sechs vorangegangenen Schritte festgehalten werden.
     

Was Arbeitnehmer für ein gesundes Arbeitsklima tun sollten:

Es mag einfach klingen, aber für viele ist es ein schwerer Schritt: Wenn es bei der Arbeit etwas gibt, was massiv stört oder auf die eigene Psyche geht, sollte dies angesprochen werden. Denn um in einem solchen Fall eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten funktioniert, ist Offenheit das A und O. Oft können kleinere Konflikte untereinander geklärt werden. Geht es aber um Prozesse, Richtlinien oder Unstimmigkeiten, die länger bestehen, sollte mit einer Vertrauensperson, zum Beispiel aus der Personalabteilung oder dem Betriebsrat, darüber gesprochen werden.

<p>Streit mit einem Kollegen - diesem sollte man nicht aus dem Weg gehen, sondern kritische Punkte ansprechen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.</p>
Unplash

Streit mit einem Kollegen - diesem sollte man nicht aus dem Weg gehen, sondern kritische Punkte ansprechen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

Außerdem ist Offenheit und Kooperationswillen von den Arbeitnehmern gefragt: Nimmt sich ihr Betrieb vor, die Faktoren zu identifizieren und zu verbessern, die psychisch belastend wirken, sollten sich die Beschäftigten dieser Initiative gegenüber offen zeigen. „Denn wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aktiv mitarbeiten und kooperieren, wenn es darum geht, Gefährdungen zu erkennen und bewusst Schritte dagegen einzuleiten, kann in der Praxis kein Konzept funktionieren - auch wenn es in der Theorie noch so perfekt konzipiert ist“, weiß Dr. Fabian Geyer vom Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde.

Nicht zuletzt sollte sich der Arbeitnehmer kooperationsbereit zeigen, wenn der Betrieb auf ihn zugeht, um gemeinsam mit ihm einen Weg zu finden, wie eine erneute Erkrankung nach einem längeren Ausfall von mindestens sechs Wochen verhindert werden kann. Dies geschieht im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich kostenlos zu einem Webinar anmelden. Dr. Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg - Schleswig - Eckernförde,  informiert vermittelt darin kompakt in ca. 30 Minuten, worauf es beim betrieblichen Gesundheitsmanagement ankommt. Das Webinar richtet sich insbesondere an Führungskräfte und Unternehmer.

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