zur Navigation springen

Arbeiten trotz Hitze: Vier Konzentrationstipps fürs Büro

vom

Dortmund (dpa/tmn) - Wie schön, draußen scheint die Sonne! Dumm nur, wenn man dann drinnen im Büro sitzt. Und noch ärgerlicher ist es, wenn es dann keine Klimaanlage gibt. Wie soll man sich da bloß konzentrieren?

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 05:33 Uhr

Dortmund (dpa/tmn) - Wie schön, draußen scheint die Sonne! Dumm nur, wenn man dann drinnen im Büro sitzt. Und noch ärgerlicher ist es, wenn es dann keine Klimaanlage gibt. Wie soll man sich da bloß konzentrieren?

Wer bei 30 Grad im Schatten im Büro sitzt, ist doppelt gestraft. Nicht nur, dass er das schöne Wetter nur durchs Fenster sieht. Hinzu kommt: Längst nicht jeder sitzt in einem Raum mit Klimaanlage. Schätzungsweise kann mehr als jedes zweite Büro nicht gekühlt werden, sagt Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima. Wer dort arbeitet, leidet meist besonders stark unter der Hitzewelle. Doch auch an extrem heißen Tagen ist es möglich, sich zu konzentrieren. Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nennt vier Tipps:

Verdunstungskälte nutzen: Für etwa eine Minute kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen, bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Bux rät, sich mit den nassen Händen über Gesicht und Nacken zu streichen, ohne sich nachher abzutrocknen. Wenn das Wasser verdunstet, kühlt das die Haut. «Das ist dasselbe Prinzip wie beim Schweiß», erklärt er.

Power-Napping: Was in Fernost üblich ist, wird langsam auch in Deutschland modern. Power-Napping, also fünf bis zehn Minuten im Büro die Augen schließen und den Kopf ablegen, empfiehlt sich auch bei großer Hitze. Das macht schnell wieder fit. Bux rät, Chef und Kollegen vorher einzuweihen. «Nicht dass man am Ende als Faulenzer dasteht.» Um nicht in den Tiefschlaf zu fallen, nehmen Berufstätige am besten einen Schlüssel in die Hand. Gleiten sie in den Tiefschlaf, entspannen sich die Muskeln, und der Schlüssel rutscht ihnen von den Fingern. Durch das Geräusch wachen die meisten wieder auf.

Kleine Pausen: Wer kann, sollte immer wieder Pausen von wenigen Minuten einlegen, möglichst an einem kühlen Ort. Selbst sehr kurze Pausen verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Ein kühler Ort kann zum Beispiel das Bad sein. Diese Pausen sollten - genau wie das Power-Napping - mit dem Chef jedoch abgestimmt werden, um keine Probleme zu bekommen.

Leichte Kleidung: «Während einer Hitzewelle darf man auch mal das Jackett oder den Schlips weglassen», empfiehlt Bux. Wer sich eigentlich an eine strikte Kleiderordnung halten muss, sollte den Chef darauf ansprechen und ihn um Erlaubnis bitten.

BAuA-Faltblatt «Sommerhitze im Büro» (pdf)

Ist es in Arbeitsräumen im Sommer ständig sehr heiß, sollten Arbeitnehmer sich an den Betriebsrat wenden. Darauf weist Verdi Südbaden hin. Mitarbeiter können einfordern, dass die Arbeitnehmervertreter dann eine Betriebsbegehung machen. Dabei verschaffen sie sich einen Überblick über die Raumtemperaturen sowie die Belastungssituation der Beschäftigten. Stellen sie dabei fest, dass es in Zimmern dauernd wärmer als 26 Grad ist, können sie dem Arbeitgeber Abhilfemaßnahmen wie Jalousien vorschlagen.

Weigert sich der Arbeitgeber, die Vorschläge aufzugreifen, kann der Betriebsrat die Einigungsstelle anrufen. Die Einigungsstelle ist ein innerbetriebliches Schlichtungsgremium - mit einem neutralen Vorsitzenden von außerhalb des Unternehmens. Kommt es zu keiner Einigung, kann das Schlichtungsgremium eine verbindliche Entscheidung treffen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen