Anteil der Azubis mit Abitur im Handwerk gestiegen

 Der Goldschmied-Beruf weist die höchste Abiturienten-Quote unter den Neuanfängern im Handwerk auf. Foto: Andreas Lander
Der Goldschmied-Beruf weist die höchste Abiturienten-Quote unter den Neuanfängern im Handwerk auf. Foto: Andreas Lander

Berlin (dpa/tmn) - Handwerker mit Abitur - diese Kombination ist eher selten. Doch es gibt sie immer öfter. In einigen Jobs liegt die Abiturienten-Quote sogar bei mehr als 50 Prozent. Das beweisen Statistiken des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

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17. August 2013, 11:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Handwerker mit Abitur - diese Kombination ist eher selten. Doch es gibt sie immer öfter. In einigen Jobs liegt die Abiturienten-Quote sogar bei mehr als 50 Prozent. Das beweisen Statistiken des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Der Anteil der Azubis mit Abitur im Handwerk ist gestiegen. Er lag bei den neuen Lehrlingen im Jahr 2012 bei 9,1 Prozent - und damit fast doppelt so hoch wie zwanzig Jahre zuvor. 1992 waren von den Anfängern im Handwerk nur 5,2 Prozent Abiturienten. Das geht aus Statistiken des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor. Allerdings ist auch die Zahl der Abiturienten insgesamt im gleichen Zeitraum gestiegen. Jeder Zweite der angehenden Fachkräfte im Handwerk hatte einen Hauptschulabschluss (50,1 Prozent). Jeder Dritte verfügte über den Realschulabschluss (36,6 Prozent). Eine Minderheit (3,9 Prozent) der Azubis im Handwerk hat gar keinen Abschluss.

Dabei finden sich Abiturienten im Handwerk vor allem in künstlerischen Berufen. Die höchste Abiturienten-Quote unter den Neuanfängern gab es 2012 beim Goldschmied. Mehr als jeder zweite Lehrling hatte dort die Hochschulreife (53,7 Prozent). Auf Rang zwei lagen die Fotografen (51,1 Prozent). Es folgten die Hörgeräteakustiker (44,9 Prozent). Für die Statistik wurden 146 666 Neuverträge in 2012 im Handwerk ausgewertet.

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