Garten- und Landschaftsbauer : Anlage-Experten mit Gespür für Pflanzen und Gärten

Claas Dreeßen, angehender Garten- und Landschaftsbauer : 'Etwas geschafft zu haben, verschafft ein gutes Gefühl für einen verdienten Feierabend'.  Foto: seiler
Claas Dreeßen, angehender Garten- und Landschaftsbauer : "Etwas geschafft zu haben, verschafft ein gutes Gefühl für einen verdienten Feierabend". Foto: seiler

Garten- und Landschaftsbauer verzaubern mit ihrem Können die Umgebung. Die Aufgaben und Anforderungen sind vielfältig.

shz.de von
25. August 2012, 10:15 Uhr

Hecke schneiden, Rasen mähen, Primeln züchten und das war es? "Keineswegs", sagen Achim Meierewert und Adonis Andresen vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e.V. in Ellerhoop. Das Berufsbild des Gärtners ist so vielfältig, wie die Welt der Pflanzen selbst.
Städte, Gemeinden, Institutionen und Privatkunden stellen eine Vielzahl von Anforderungen und Wünsche an die Betriebe und ihre Beschäftigten, zu denen jährlich über 300 Auszubildende aus zurzeit 187 Ausbildungsbetrieben in Schleswig-Holstein zählen, wissen Meierewert und Andresen. Garten und Landschaftsbau, Baumschulen, die Friedhofsgärtnerei, der Gemüse- und Obstbau, die Staudengärtnerei und der Zierpflanzenbau sind unter dem allgemeinen Berufsbild des Gärtners vereint. Zwei rechte Hände, Einsatzbereitschaft und ein wenig körperliche Fitness und die Lust draußen zu sein, gehören dazu.
Die Aufgaben und Anforderungen sind vielfältig, weiß Sven Ruhland, Diplomingenieur für Landschaftsbau und Management aus den Tungendorfer Baumschulen in Neumünster. Auch mit einem Studium in der Tasche ist die Erfahrung einer praktischen Ausbildung kaum ersetzbar, sagt der Ausbilder. "Für spätere Aufgaben als leitender Angestellter sollte man schon einmal selbst draußen im Matsch gestanden haben", sagt Ruhland.
Dass der Beruf des Garten- und Lanschaftsbauers voller Abwechslung steckt, weiß auch Claas Dreeßen, Auszubildender im dritten Lehrjahr. "Nach 12 Jahren Schule wollte ich vor dem Studium erst einmal etwas zum Anfassen und Erfahrung sammeln", sagt der 21-Jährige. Pflanzen, Pflastern, Teichbau, Mauer- und Terrassenbau, Baumpflege, die Pflege von Grünanlagen und Herausforderungen bis hin zur Neuanlage kleiner Lebensträume rund ums Haus gehören seitdem zum Alltag des Auszubildenden. "Dabei ist es immer wieder spannend, wie sich die Pflanzen im Jahreslauf und durch die Pflege entwickeln und abends verschafft das Gefühl etwas geschafft zu haben einen wohlverdienten Feierabend", meint Dreeßen.

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