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Wie das Haus sicher für den Urlaub wird

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer verreist, darf keine Hinweise für den Postboten am Briefkasten oder für Familie und Freunde auf dem Anrufbeantworter hinterlassen

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 05:10 Uhr

Koffer zu, Tür zu und weg? Nein, so mühelos ist die Abreise in den Urlaub meistens nicht. Nicht nur das Packen kostet Zeit, auch die Vorbereitung des Hauses. Denn in zwei, gar drei Wochen Abwesenheit kann einiges passieren – nicht nur der Tod der Zimmerpflanzen. Drei Punkte, um die sich Urlauber kümmern müssen:

> 1.) Vor Einbruch schützen: Wer Einbrecher abschrecken will, sollte den Eindruck erwecken, dass noch jemand zu Hause ist. Rollläden, Lampen und das Radio lassen sich über eine Zeitschaltuhr regelmäßig an- und ausschalten, erläutert die Initiative „Nicht bei mir!“. Sie wird unter anderem von der Polizeilichen Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart getragen. Wer keine Zeitschaltuhr hat, sollte Nachbarn bitten, die Rollläden hoch- und runterzuziehen. Sie leeren am besten auch den Briefkasten regelmäßig. Auch wenn das aufmerksam erscheint: Wer verreist, darf keine Hinweise für den Postboten am Briefkasten oder für Familie und Freunde auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Das gilt natürlich auch für Informationen in sozialen Netzwerken oder eine Abwesenheitsmeldung per Mail. Denn die Hinweise bekommen auch Kriminelle. Am Flughafen oder Bahnhöfen spionieren Einbrecher Reisende aus. Daher werden am besten keine oder nur zuklappbare Kofferanhänger verwendet. Aber versucht es der Einbrecher doch, hindert ihn nur die richtige Technik am Eindringen: Spezielle Türen und Fenster erschweren das. Und Alarmanlagen helfen, die Täter zu ertappen.

>2.) Strom sparen: Wer nicht zu Hause ist, verbraucht keinen Strom? Das stimmt nicht. Viele Geräte laufen weiterhin im Stand-by-Modus, und der kostet. Ein vierköpfiger Haushalt kann über einen zweiwöchigen Urlaub durchschnittlich circa 5,80 Euro sparen, wenn alle Geräte im Stand-by-Modus ganz ausgeschaltet werden, hat das Verbraucherportal Toptarif errechnet. Versteckte Stromfresser sind etwa die Musikanlage, der Radiowecker und der WLAN-Router. Unbenutzte Ladekabel werden am besten aus der Steckdose gezogen. Bei großen Haushaltsgeräten lohnt sich das Ausschalten sowieso: Wird der Kühlschrank abgetaut, kann das rund 3,30 Euro über zwei Wochen sparen. Der Gefrierschrank schlägt mit rund 2,80 Euro zu Buche. Rund 4 Euro bleiben in der Haushaltskasse, wenn der Boiler im Badezimmer ausgeschaltet wird, etwa 1,40 Euro macht das Gerät in der Küche aus.

Laut Toptarif lohnt es sich bereits, ab einer Abwesenheit von drei bis vier Tagen, den Boiler auszuschalten. Dann seien die Kosten für das Erhitzen das Wassers nach dem Urlaub niedriger, als die gewünschte Wassertemperatur die ganze Zeit über zu halten. Das Abschalten der Zirkulationspumpe für Warmwasser spart immerhin gut 1 Euro ein. Trennt ein durchschnittlicher vierköpfiger Haushalt alle nicht benötigten Geräte von der Stromversorgung, kann er in einem zweiwöchigen Urlaub knapp 89 Kilowattstunden Strom sparen. Bei einem Strompreis von 29 Cent entspricht das einem Einsparpotenzial von knapp 26 Euro. In drei Wochen können bis zu 38 Euro zusammenkommen.

>3.) Wasser abstellen: Wer wirklich lange nicht zu Hause ist, sollte die Hausleitung von den Hauptleitungen der Wasserversorgung trennen. Denn steht Wasser länger in der Leitung und erwärmt sich, bilden sich eventuell Keime, erläutert der Verband kommunaler Unternehmen. Daher sollten Bewohner nach der Rückkehr die Wasserhähne aufdrehen und gerade nach längerer Abwesenheit das abgestandene Wasser so lange laufen lassen, bis wieder frisches kaltes nachkommt.

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