Info der Verbraucherzentrale : Warnung vor Haustürgeschäften: Angebliche Vertreter von Vodafone drehen Verträge an

Die Betrüger schlagen zurzeit in verschiedenen Regionen von Schleswig-Holstein auf und versuchen Gutgläubigen Verträge unterzujubeln. /dpa
Die Betrüger schlagen zurzeit in verschiedenen Regionen von Schleswig-Holstein auf und versuchen Gutgläubigen Verträge unterzujubeln. /dpa

Opfer sollten Verträge innerhalb von zwei Wochen kündigen

shz.de von
13. Juli 2018, 04:12 Uhr

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt in einer Pressemitteilung vor vermeintlichen Vertretern von Vodafone, die gutgläubigen Menschen in „Haustürgeschäften“ Verträge und Empfangsgeräte für Digital-Fernsehen unterschieben. Die Verbraucherzentrale habe aus verschiedenen Regionen in Schleswig-Holstein Beschwerden darüber erhalten.

Die Betrugsmasche läuft laut Verbraucherzentrale in etwa so ab: Jemand klingelt an der Haustür und gibt sich als Vertreter von Vodafone aus. Dieser behauptet, dass das Abschalten des analogen Kabelfernsehens bedeute, dass der Fernseher demnächst schwarz und tonlos bleibe und präsentiert auf einem Tablet-PC eine Lösung für digitalen Fernseh-Empfang. Der Knackpunkt: Der Verbraucher soll eine Unterschrift auf dem Tablet leisten, um sich die angebliche Alternative anzusehen.

Jetzt handeln und den Vertrag schriftlich widerrufen

Die Betroffenen dieser Masche bekommen im zweiten Schritt einen Empfänger für digitales Fernsehen auf dem Postwege zugestellt. „Einige haben das Paket zurückgeschickt, ohne es auszupacken. Das genügt aber nicht“, klärt Dr. Boris Wita, Jurist bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, auf. „Um einen solchen Kauf rückgängig zu machen, müssen Verbraucher ihn auch schriftlich widerrufen.“

In Fällen, in denen diese Frist bereits verstrichen war, half die Verbraucherzentrale den Betrugsopfern dabei, die Verträge rückgängig zu machen. Sie betont, dass untergeschobene Verträge dringend innerhalb von 14 Tagen schriftlich - per E-Mail oder per Einschreiben - widerrufen werden sollten. Wer Unterstützung braucht, könne sich bei der Verbraucherzentrale persönlich beraten lassen.

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