Dach, Fenster, Fußboden und Co. : Sonst wird's teuer: Zehn Dinge, auf die man bei der Wärmedämmung achten sollte

Bei der Wärmedämmung gibt es unterschiedliche Dämmstoffe, die jeweils spezielle Eigenschaften besitzen und beispielsweise den Brandschutz erhöhen.

Bei der Wärmedämmung gibt es unterschiedliche Dämmstoffe, die jeweils spezielle Eigenschaften besitzen und beispielsweise den Brandschutz erhöhen.

Mit der richtigen Wärmedämmung können Altbauten energieeffizient saniert werden. So werden nicht nur die Energiekosten gesenkt, sondern auch der Wohnkomfort erhöht. Zudem ist es eine Möglichkeit, von Fördergeldern zu profitieren und den Immobilienwert zu steigern.

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19. März 2018, 15:12 Uhr

In der kalten Jahreszeit geht über die Außenwände schlecht gedämmter Häuser viel Wärme und somit Heizenergie verloren. Das belastet den Geldbeutel und die Wohnbehaglichkeit, vor allem aber auch die Umwelt. Die richtige Wärmedämmung hilft dabei Heizenergie zu sparen und hochwertige Dämmstoffe können zudem noch Hitze, Lärm und Feuer vom Haus fern halten. Bei der Wärmedämmung sollten folgende zehn Punkte beachtet werden:

  1. Einen Energieberater fragen

    Die energetische Sanierung ist ein komplexes Thema, das gut geplant sein sollte. Jedes Haus ist dabei individuell zu betrachten. Ein Energieberater hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und gibt Informationen zu Finanzierungs- und Einsparmöglichkeiten bei der Wärmedämmung.
     
  2. Förderprogramme prüfen

    Zum anderen gibt es Experten, die sich speziell in den Förderprogrammen des Bundes zur Energieeffizienz in Wohngebäuden auskennen. Diese Experten sind besonders für die Energetische Fachplanung und Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern (sowohl Neubau als auch Sanierung), die Bundesförderprogramme Vor-Ort-Beratung (BAFA) und Einzelmaßnahmen sowie Baudenkmale qualifiziert. Meist hilft schon ein Gespräch beim Bankberater vor Ort, um eine Übersicht über die Möglichkeiten zu gewinnen. Für den Bereich Baufinanzierung gibt es spezielle Ansprechpartner.
     
  3. Dämmung sollte sich schnell bezahlt machen

    Moderne Dämmstoffe behalten bei fachgerechtem Einbau über viele Jahrzehnte ihre Dämmfunktion. Damit lassen sich auf lange Sicht erhebliche Kosten sparen und gleichzeitig der Wert des Hauses steigern.
     
  4. Fachhandwerker konsultieren

    Nach der Beratung sollte gemeinsam mit einem qualifizierten Fachhandwerker entschieden werden, welches Dämmmaterial das richtige für die Wärmedämmung ist. Gut zu wissen: Generell sind alle Dämmsysteme, die in Deutschland eine bauaufsichtliche Zulassung erhalten, sicher und effektiv.
     
  5. Auf den Kälteschutz fokussieren

    In erster Linie sollte die Wärmedämmung dem Kälteschutz dienen. Eine Dämmung mit Mineralwolle beispielsweise ist hocheffizient und reduziert das Entweichen von Heizenergie durch Außenwände, Dachflächen oder das Kellergeschoss.

    Durch thermographische Messungen mit einer Wärmebildkamera kann die Wärmedämmung eines Hauses überprüft werden.
    Imago / Joker

    Durch thermographische Messungen mit einer Wärmebildkamera kann die Wärmedämmung eines Hauses überprüft werden.


     
  6. Auch den Hitzeschutz miteinplanen

    Wärmedämmung sollte aber ebenso einen Hitzeschutz bieten. Denn wenn draußen die Sonne vom Himmel brennt, heizen sich Räume schnell auf ungemütliche Temperaturen auf. Dem kann die richtige Dämmung vorbeugen.
     
  7. Temperaturschwankungen reduzieren

    Dabei sollte die Wärmedämmung auch Temperaturschwankungen möglichst reduzieren und so zu mehr Behaglichkeit beitragen.
     
  8. Dämmung sollte für Schallschutz sorgen

    Das gilt für den Lärm von außen wie auch für Geräusche im Haus. Mit einer guten Dämmung können sogar Geräusche aus den Abflussrohren, Wasserleitungen und Lüftungsleitungen deutlich reduziert werden.
     
  9. Jede Wärmedämmung hat ihre eigenen Vorteile

    Mit Mineralwolle kann beispielsweise ein entscheidender Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz geleistet werden. Steinwolle und Glaswolle gehören als nichtbrennbare Baustoffe zur Euroklasse A1. Sie schützen Bauteile vor Flammen und können damit Fluchtwege, die Leben retten können, länger passierbar halten.
     
  10. Nachhaltig handeln

    Der Dämmstoff sollte nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen. Deshalb sollte man sich für nachhaltige Dämmstoffe aus natürlichen Rohstoffen entscheiden. Eine solche Dämmung spart die zu ihrer Herstellung benötigte Energie während ihrer Lebenszeit von weit über 50 Jahren vielfach wieder ein. Damit ist die Ökobilanz schon nach kurzer Zeit positiv.

(mit Material der Ratgeberzentrale)

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