Heizkosten senken : Sechs Tipps zum energieeffizienten Heizen

<p>Im Winter richtig und energiesparend zu heizen ist leicht, wenn ein paar Tipps befolgt werden. </p>

Im Winter richtig und energiesparend zu heizen ist leicht, wenn ein paar Tipps befolgt werden.

Heizen statt Frieren: Im Winter wird in unserer Klimazone aufgedreht. Dabei können ein paar einfache Regeln helfen, die Heizkosten zu senken und damit viel Geld zu sparen.

Karen Bartel von
06. Februar 2018, 03:12 Uhr

Beim Heizen geht es mittlerweile auch vor allem darum, die Wärme in den Räumen zu halten. Denn Raumwärme ist kostbar und wird schnell kostspielig, wenn man falsch heizt. Laut Umweltbundesamt entfallen 70 Prozent des Energieverbrauchs im Wohnbereich auf die Heizung. Der Ratgeber der Arag Versicherungen gibt Tipps rund um Heim und Heizung.

1. Wie hoch sollte die Temperatur in welchem Raum jeweils sein?

Beim Thema Wohlfühltemperatur gehen die Meinungen weit auseinander: Der eine taut erst bei 25 Grad so richtig auf, wohingegen dem anderen eine Raumtemperatur von 18 Grad vollkommen ausreicht. Deshalb gibt es hier für alle ein paar Faustregeln: Im Wohnbereich ist eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius ideal. In der Küche hingegen reichen bereits 18 Grad aus, da hier Herd und Kühlschrank mitheizen. Unter 17 bis 18 Grad sollte die Temperatur im Schlafzimmer nicht fallen, sonst steigt das Schimmelrisiko. Wer bei diesen Temperaturen nachts friert, greift besser zur guten alten Wärmflasche als die Heizung aufzudrehen. Der wärmste Raum ist in der Regel das Bad. Hier empfiehlt das Umweltbundesamt eine Temperatur von 22 Grad. Unbenutzte Räume dürfen gerne kälter bleiben, aber auch hier gilt: Unter 15 Grad droht Schimmelbildung.

2. Sollte man nachts heizen oder nicht?

In Wohn- und Arbeitsräumen sollte nachts die Temperatur um etwa vier bis fünf Grad gesenkt werden, denn so spart man Energie. Wer hingegen die Heizung ganz herunterfährt, benötigt am nächsten Tag wieder viel Energie beim Aufheizen der Räume. Dabei ist aber auch immer zu beachten, wie gut das Gebäude die Wärme halten kann. Ein Tipp: Einfach einmal bei einer Nacht um Null Grad Außentemperatur die Heizung nachts ganz abschalten und dann am nächsten Morgen die Raumtemperatur prüfen. Je höher die Restwärme aus der Nacht noch ist, desto mehr Energie konnte das Gebäude speichern, desto weniger muss man nachts heizen. Mit Hilfe von Rollläden lässt sich der Wärmeverlust über die Fensterscheiben bis zu 20 Prozent senken, wenn man diese bei Einbruch der Dunkelheit herunterzulässt. Auch bereits geschlossene Vorhänge vor den Fenstern können dabei helfen, Heizkosten zu sparen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Vorhänge Heizkörper nicht verdecken, denn sonst kann sich die erwärmte Luft nicht optimal im Raum verteilen.

3. Wie lüftet man richtig?

Zum richtigen Heizen gehört auch das richtige Lüften: Durch die frische Luft verringert sich die Feuchtigkeit in den Räumen und sorgt zudem für eine bessere Luftqualität. Bei gekippten Fenster kommt es allerdings kaum zu Luftaustausch und hierbei kühlen außerdem die Wände aus. Wer zweimal am Tag stoßlüftet, wobei das Fenster vollständig für etwa fünf Minuten komplett geöffnet wird, macht alles richtig. Die Thermostatventile am Heizkörper sollten dabei unbedingt heruntergedreht werden.

4. Was tun, wenn es zieht?

Sind Türen oder Fenster undicht, zieht es in der Wohnung und wertvolle Energie geht verloren. Das Geld wird buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen. Hier beeinflusst uns unsere individuelle Wohlfühltemperatur: Denn bei leichter Zugluft im Raum fühlt sich die Temperatur niedriger an als sie tatsächlich ist. Um festzustellen, wo genau es zieht, benötigt man lediglich eine brennende Kerze: Flackert sie in der Nähe von Fenster- und Türdichtungen, kann ein Dichtungsband aus dem Baumarkt Abhilfe schaffen.

5. Kalte Heizung trotz voll geöffnetem Ventil?

Das kann oft eine ganz einfache Ursache haben: Im Heizkörper hat sich Luft angesammelt. Seitlich an der Heizung befindet sich ein Entlüftungsventil, über das man sie ganz leicht ablassen. Mit einem Becher unter dem geöffneten Ventil lässt man die Luft ab bis Wasser kommt. Wem das auf Dauer zu anstrengend ist, kann seine Heizkörper mit automatischen Entlüftungsventilen nachrüsten.

6. Sind meine Heizkosten und der Heizenergieverbrauch normal?

Vergleichswerte finden Verbraucher im jährlich veröffentlichten Heizspiegel des Bundes­umweltministeriums. Dort kann man auch selbst einen Heizcheck durchführen, um den eigenen Verbrauch zu überprüfen und findet weitere Tipps rund ums Thema Heizen.

(mit Material der Arag Versicherungen)

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