Kältewelle in Deutschland : Sechs Tipps, um Haus und Garten bei Minusgraden zu schützen

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Die Kältewelle in Deutschland setzt in den kommenden Tagen nicht nur uns Menschen zu, sondern auch Haus und Garten können unter den Minusgraden leiden. Sechs Tipps, was dabei zu beachten ist.

Karen Bartel von
27. Februar 2018, 04:12 Uhr

Wenn sich in den kommenden Tagen deutschlandweit die Minusgrade unterbieten, sollten vor dem Frost auch Haus und Garten geschützt werden. Besonders Wasserleitungen stellen ein Risiko dar. Doch Martin Weyand, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., kann eine kleine Entwarnung geben: „Die Hauptversorgungsleitungen der Wasserversorger sind trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht gefährdet. Diese Leitungen wurden ausreichend tief verlegt und geeignete Werkstoffe eingesetzt.“ Dennoch sollte man in Haus und Garten ein paar Ratschläge befolgen, um möglichst schadenfrei durch die Kältewelle zu kommen.

  1. Kellerfenster schließen
    Nicht nur einen selbst friert es bei diesen Temperaturen im Keller, wenn noch die Fenster geöffnet sind, sondern auch die Wasserleitungen und -zähler leiden unter der Kälte. Darum: Fenster zu! Wenn Schäden daran auftreten, sollte der zuständige Wasserversorger benachrichtigt werden.

    An alles gedacht? Insbesondere Urlauber, die nun in den nächsten Tagen zum Skifahren ihr Heim verlassen, sollten dieses auf die Kältewelle vorbereiten.
    Imago / Imagebroker

    An alles gedacht? Insbesondere Urlauber, die nun in den nächsten Tagen zum Skifahren ihr Heim verlassen, sollten dieses auf die Kältewelle vorbereiten.


     
  2. Ungenutzte Wasserleitungen im Garten und der Garage entleeren
    Gefriert Wasser in den Leitungen, dehnt es sich aus und die Rohre können platzen. Noch größer wird der Schaden, wenn aus den geplatzten Leitungen das aufgetaute Wasser in Gebäude fließt. Deshalb sollte man das Wasser, das sich noch in den Rohren befindet, abfließen lassen, indem man den Anschluss absperrt und das Auslaufventil öffnet. Im Schadensfall übernehmen in der Regel Hausrat- und Wohngebäudeversicherung diesen – vorausgesetzt, dieser spezielle Versicherungsschutz ist im Vertrag enthalten.
     
  3. Dick einpacken und stets beheizen
    Bauanschlüsse sowie ungeschütze Armaturen sollten abgedeckt werden. Wer kein Isoliermaterial zur Hand hat, kann vorübergehend Textilien, wie zum Beispiel Decken, dafür verwenden. Vorsorglich sollten die Räume im Haus auch nie komplett auskühlen, sondern immer minimal beheizt werden. Daran sollte vor allem jeder denken, der bei diesen Temperaturen in den Skiurlaub aufbricht.

    Tatort Dachrinne: Hier lohnt sich ein erneuter Blick, damit während und nach der Kältewelle keine Schäden entstehen.
    Imago / Eibner

    Tatort Dachrinne: Hier lohnt sich ein erneuter Blick, damit während und nach der Kältewelle keine Schäden entstehen.


     
  4. Noch einmal die Dachrinne kontrollieren
    Eigentlich sollte mittlerweile kein Herbstlaub mehr in der Dachrinne zu finden sein, jedoch ist es besser, diese sowie Wasserabläufe noch einmal zu kontrollieren und gegebenenfalls zu säubern. Denn kann das Schmelzwasser später nicht richtig ablaufen, droht es in die Hauswände einzudringen und so die Fassade zu schädigen.
     
  5. Was tun, wenn das Schloss klemmt?
    Bei eingefrorenen Autotürschlössern helfen Enteisersprays, wie der Tüv Nord empfiehlt. Es gibt sogar batteriegetriebene Autoschloss-Enteiser: Deren ein- und ausfahrbarer Heizstift wird elektrisch erhitzt und ins Schloss geschoben. Dabei gilt: Solche Hilfsmittel stets außerhalb des Autos aufheben. Dann sind sie immer griffbereit und liegen nicht etwa im zugefrorenen Auto, wo man bei Bedarf nicht an sie herankommt.

    Gerade jetzt lohnt es sich die Vogelfuttervorräte aufzustocken und den Piepmatzen eine ausreichende Nahrungsquelle zu bieten.
    Imago / Blickwinkel

    Gerade jetzt lohnt es sich die Vogelfuttervorräte aufzustocken und den Piepmatzen eine ausreichende Nahrungsquelle zu bieten.


     
  6. Sich um Flora und Fauna kümmern
    Bei Frost, Schnee und Raureif sollte der Rasen bestenfalls nicht mehr betreten werden: Denn bei der Kälte könnten ansonsten die kleinen Halme beschädigt werden, so die Deutsche Rasengesellschaft. Auch für viele Gartenpflanzen sind die tiefen Minusgrade bei fehlender Schneedecke eine Gefahr. Die Bayerische Gartenakademie rät dazu, vor allem immergrüne Gehölze wie Rhododendron, Zedern, Thuja, Felsenmispel, Kalmien, Pieris, Feuerdorn, Schneeball und Berberitzen vorsichtshalber abzudecken. Vögeln kann eine gut gefüllte Futterstelle im Garten helfen, den Frost mit genügend Energie zu überstehen.

(Mit Material von BDEW / Verbraucherzentrale / dpa)

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