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Garten-Tipps zum Frühling : Pflanzen, säen, mähen: Was es bei der Garten-Arbeit zu beachten gilt

vom
Aus der Onlineredaktion

Die steigenden Temperaturen rufen im März viele Hobby-Gärtner auf den Plan. Doch ab wann dürfen Pflanzen wieder ins Freie gesetzt werden? Wie können sie gegen Frost geschützt werden? shz.de hat die wichtigsten Antworten.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2016 | 19:15 Uhr

Von wegen Wonnemonat Mai, für viele Hobby-Gärtner ist dies der März: Dann steigen vielerorts die Temperaturen wieder, der Frühling kommt und die Natur erwacht zu neuem Leben.

Das ruft die Gartenfreunde auf den Plan, denn gerade im Frühjahr gibt es viel zu tun für sie - und mindestens genauso viel zu beachten: Welche Pflanzen dürfen schon jetzt eingepflanzt werden oder auf den Balkon oder die Terrasse gestellt werden? Welche Blumen liegen dieses Jahr im Trend? Und worauf kommt es bei der Rasenpflege an? shz.de hat die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

Wann genau beginnt die Gartensaison?

Ein genaues Kalenderdatum gibt es nicht, sagt Carsten Bock, Gartenbauberater bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. „Die Natur gibt den Saisonstart vor, das kann im Extremfall schon im Januar sein, umgekehrt hatten wir auch schon Anfang April noch Winter.“

Diesen Fall erwartet für dieses Jahr allerdings nicht. „Wir haben eine Langzeit-Wetterprognose und die sagt für die nächsten Wochen allenfalls nachts leichte Minusgrade voraus“, berichtet Bock. Die Saison für Hobby-Gärtner könne somit beginnen.

Welche Pflanzen dürfen schon im Frühjahr ins Freie?

Alle Frühblüher, wie Veilchen, Schneeglöckchen oder Gelbstern. „Wer sich nicht sicher ist, welche Pflanzen zu den Frühblühern zählen, kann sich im Blumen-Fachgeschäft beraten lassen“, sagt Bock. Frühblüher sind widerstandsfähiger gegen das raue Winterwetter und können auch bei Temperaturen bis zu minus fünf Grad problemlos überleben.

„Sommerblumen hingegen, wie Geranien, vertragen den Frost nicht und gehen ein“, erklärt Frank Bree, Gärtnermeister der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. „Dann gefriert das Wasser im Stil und die Pflanzen können ihre Blätter und Blüten nicht mehr versorgen.“ Sein Tipp: Sommerblumen erst pflanzen oder auf den Balkon oder die Terrasse stellen, wenn nächtlicher Frost sehr sicher ausgeschlossen werden kann. „Das ist spätestens nach den Eisheiligen Mitte Mai der Fall“, sagt er.

Wie können die Pflanzen gegen Frost geschützt werden?

Bei strengem Frost sollten Hobby-Gärtner ihre Pflanzen mit Zeitungen, alten Gardinen oder Vlies-Tüchern abdecken. „Wer mag, kann die Pflanzen nachts über auch ins Warme holen“, sagt Bock. Dort sollten sie aber nicht zu lang lagern: „Die Pflanzen mögen es nicht, wenn sie längere Zeit bei Zimmertemperatur verbringen.“ Durch die hohen Temperaturen, häufig verbunden mit Lichtmangel, wird das Pflanzengewebe weich. „Dadurch werden sie anfälliger für Frost und Läuse“, erläutert Bree.

Welche Blumentrends gibt es dieses Jahr?

Speziell für dieses Jahr gebe es keine Blumentrends, sagt Bock. „Allerdings gibt es verschiedene Pflanzen, die sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen.“ Dazu zählt er bei den Zwiebelblumen besonders die Schachbrettblume, oder Duftveilchen. „Gut geeignet als Frühjahrsblüher sind auch Hornveilchen, da die vielen kleinen Blüten den norddeutschen Witterungsbedingungen mit Wind und Regen besser trotzen als die großen Blüten der Stiefmütterchen.“

Auch Primeln stünden bei vielen Hobby-Gärtnern hoch im Kurs. „Zudem werden kleinbleibende Osterglocken in großen Massen und Scheeglöckchen, Krokusse und Tulpen eher von Liebhabern gern gekauft“, sagt Bock. „Ich persönlich bin ein großer Fan von den Ranunkeln, deren Blüten wie Ostereier aussehen.“

Worauf kommt es bei der Rasenpflege an?

In der Regel sollte im März das erste Mal Rasen gemäht werden. Dabei sollten zunächst nur die Grasspitzen geschnitten werden. Herkömmlicher Gebrauchsrasen sollte anschließend auf eine Höhe von 3,5 bis 5 Zentimeter gestutzt und alle sieben bis zehn Tage gemäht werden - so wird der Rasen dicht und strapazierfähig.

Einmal pro Jahr sollten Hobby-Gärtner ihren Rasen in Längs- und in Querrichtung vertikutieren. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühling nach dem ersten Mähen oder im September.

Zudem sollte der Rasen zwischen Ende März und Anfang April das erste Mal gedüngt werden. Der Zeitpunkt hierfür sollte auch vom Vertikutier-Zeitpunkt abhängig gemacht werden: Wenn im Frühjahr vertikutiert wird, sollten Hobby-Gärtner erst anschließend düngen.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Es klingt so naheliegend und doch wird es häufig falsch gemacht: das Blumengießen. „Tendenziell gießen Hobby-Gärtner ihre Pflanzen zu viel“, sagt Gärtnermeister Bree. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. „Daher ist es am besten, bei Topfpflanzen Blumentöpfe mit mindestens einem Loch im Boden zu verwenden und bei eingepflanzten Blumen die Erde ordentlich zu lockern.“

Zuvor sollten die Gartengeräte vor dem ersten Gebrauch des Jahres auf ihre Funktionsfähigkeit und Rost überprüft werden.

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