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Hohe Heizkosten : Ob Heizung oder Kessel: So einfach lässt sich im Winter Energie sparen

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Aus der Onlineredaktion

Die Wintermonate gehen bei Hausbewohnern vor allem wegen der Heizkosten ins Geld. Doch schon mit einigen kleinen Tricks können Energie und auch Geld gespart werden. shz.de hat einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Energiesparen kann jeder - und oft reichen schon einfache Handgriffe. Manchmal hilft für wenig Geld auch der Fachmann, viel Geld zu sparen. Energieexperte Sven Haustein verrät einfache Maßnahmen, mit denen sich die Energiekosten in den heimischen vier Wänden deutlich senken lassen.

Viele Hausbewohner kennen das Phänomen: Man sehnt sich nach wohliger Wärme, doch der Heizkörper erwärmt sich nicht richtig und es ist nur ein seltsames Gluckern zu hören. Dann hilft ein Heizkörperschlüssel, wie er für rund einen Euro in jedem Baumarkt erhältlich ist. An der oberen Seite gibt es bei den meisten Heizkörpern ein Entlüftungsventil. Dieses muss so lange mit dem Schlüssel geöffnet werden, bis keine Luft mehr entweicht, denn dies ist Ursache der Gluckergeräusche.

Moderne Heizungen brauchen über 10 Prozent weniger Energie

Ob das Heizsystem optimal eingestellt ist, lässt sich auch einfach selbst testen. Man dreht – bei kalter Heizung – einfach die Thermostatventile ein paar Mal hin und her und schließlich voll auf. Im Idealfall erwärmen sich dann nach dem Einschalten der Heizung alle Heizkörper gleichmäßig schnell.

Brauchen manche deutlich länger oder kommen gar nicht auf Touren, hilft ein hydraulischer Abgleich: Dabei stimmt der Installateur die gesamten Komponenten des Heizungssystems so aufeinander ab, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Das bringt eine Heizkostenersparnis von bis zu zehn Prozent.

Moderne Brennwertheizungen verbrauchen gegenüber Geräten ohne Brennwerttechnik mindestens zehn Prozent weniger Gas oder Öl - vorausgesetzt, die Anlage läuft auch optimal.

Kostenfaktor „Heizwasser“ kann selbst verringert werden

Auch die Temperatur des Heizwassers kann jeder mit Hilfe der Gebrauchsanleitung des Herstellers selbst regulieren. Um Heizkosten zu sparen, kann man entweder das Temperaturniveau dauerhaft absenken oder aber den Wert für die Neigung der Heizkennlinie verringern, die dafür sorgt, dass die Vorlauftemperatur witterungsbedingt an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst wird.

Wenn alle Komponenten des Heizungssystems optimal eingestellt werden, lässt sich in einem normalen Einfamilienhaus eine Heizkostenersparnis im dreistelligen Eurobereich erzielen.

Elektro-Geräte bei Nicht-Benutzung ausschalten

„Das Innovationen Institut hat gerade in einer Studie Interessantes gezeigt“, sagt Energie-Experte Haustein. „Wenn ein 1969 gebautes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche eine optimale Wärmedämmung und einen neuen Gas-Brennwertkessel bekommt, reduziert man den jährlichen CO2-Ausstoß von zwölf auf zwei Tonnen und die Heizkosten von über 3.000 Euro pro Jahr auf nur noch etwa 600 Euro.“

Zusätzlich und unabhängig der Jahreszeit kann bei der Nutzung von energiefressenden Elektronikgeräten gespart werden: Sie „laufen" in der Regel nicht mit 220 Volt aus der Steckdose und haben daher einen Transformator vorgeschaltet. Der aber ist in Betrieb, solange er angeschlossen ist und verbraucht daher auch im Standby-Betrieb Strom.

Moderne Geräte verfügen über Öko- oder Auto-Off-Schalter, die den Standby-Betrieb abschalten - darauf sollte man beim Neukauf achten. Bei älteren Geräten hilft nur: Ausstöpseln oder über eine schaltbare Steckdosenleiste anschließen.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 18:30 Uhr

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