Kooperationspartner gesucht : Startschuss für das Klimabündnis

Bei der New Energy wird der Kreis nach weiteren Bündnispartnern suchen – mit im Boot ist bereits der Branchenverband Watt 2.0.
Bei der New Energy wird der Kreis nach weiteren Bündnispartnern suchen – mit im Boot ist bereits der Branchenverband Watt 2.0.

Der Watt 2.0-Branchentreff bildet bei der New-Energy-Messe in Husum die Bühne für Nordfrieslands Klimaschutzziele und die Suche nach Partnern aus der Branche.

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01. März 2018, 14:00 Uhr

„Vernetzen, Verknüpfen – Zukunft machen!“ – unter diesem Motto firmiert die 15. New Energy Husum. Sie steht vom 15. bis zum 18. März ganz im Zeichen der Erneuerbaren Energien. Um den Startschuss für das angepeilte breite Klimabündnis Nordfriesland zu geben, gibt es denn wohl auch keinen besseren Rahmen.

Vor großer Kulisse mit 100 Ausstellern aus dem In- und Ausland und insgesamt rund 10.000 erwarteten Besuchern will Landrat Dieter Harrsen diesen Schritt am Freitag, 16. März, vollziehen.

Das neue Bündnis soll sich aktiv für den Klimaschutz in der Region einsetzen: „Dafür bildet der in der Messehalle stattfindende Watt 2.0-Branchentreff den perfekten Rahmen. Dort treffen sich genau die Fachleute, mit denen wir zusammenarbeiten wollen“, freut sich Harrsen. Der landesweite Branchenverband der Erneuerbaren Energien mit mehr als 80 Mitgliedern im ganzen Bundesgebiet ist auch der erste Bündnispartner: Neben dem Landrat wird der Vorstandsvorsitzende Ove Petersen das Gründungsdokument an diesem Tag unterzeichnen.

Hauptziel des Klimabündnisses ist es nach Angaben des Kreises, regionale Partner, die sich aktiv zum Klimaschutz bekennen, zu mobilisieren, zu vernetzen, zu unterstützen und zu beraten. Dabei soll Wissen transferiert werden, um es Partnern zu ermöglichen, konkrete Projekte zu initiieren und umzusetzen.

Die Grundlage für die Initiative hatte der Kreistag bereits im Juli vergangenen Jahres gelegt. Hintergrund ist das von politischer Seite erklärte, zuletzt aber eher symbolisch verstandene Ziel, Nordfriesland bis zum Jahr 2020 zum klimafreundlichsten Kreis in ganz Deutschland zu machen.

Nachdem der Kreis Nordfriesland seinerzeit zunächst einen, dann zwei und zuletzt gar keinen hauptamtlichen Klimaschutzmanager mehr hatte, beschloss der Kreistag einstimmig, als Alternative mit dem Branchenverband Watt 2.0 als kompetentem Partner zu kooperieren. Politisch ging das Hickhack um das Thema jedoch zunächst weiter: Die Mehrheit aus CDU, Grünen, SSW und FDP forderte vom Landrat eine hauptamtlich besetzte Klimaschutzzentrale. Als Chef der Verwaltung setzte der – „Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe“ – den Beschluss aber nicht um, sondern erweiterte den Bereich des Fachdienstes Umwelt um den Klimaschutz und sorgte für personelle Verstärkung.

Parallel dazu gingen viele Monate ins Land, in denen der Kreis und Watt 2.0 ähnlich wie die beiden Königskinder, die der Überlieferung nach nicht zusammenkommen konnten, an dem neuen Klimabündnis feilten, das nun offiziell starten soll. „Wir werden die Messe nutzen, um weitere Partner für diese Kooperation zu werben“, kündigt Landrat Harrsen an und betont: „Alle Bündnispartner werden gleichberechtigt sein, niemand darf die Zusammenarbeit dominieren.“

„Wir bringen uns als Verband aktiv in die Arbeit in Sachen Klimaschutz ein“, erläutert Ove Petersen das Bündnis-Engagement und verweist auf die Chancen, „auf die wir hier in Nordfriesland durch die erneuerbare Energiewirtschaft zugreifen können“. Auf rund 700 Quadratmetern Fläche realisiert der Verband bei der Husumer Messe seinen dritten Branchentreff und einen großen Gemeinschaftsstand. Das Mut machende Motto: „So rechnet sich Klimaschutz“.

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