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Nester von Hornissen nicht ohne Genehmigung entfernen

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Berlin (dpa/tmn) - Wer dem Insekt begegnet, bekommt schon mal einen Schreck. Denn Hornissen sind die größten Faltenwespen, die hier heimisch sind. Auch viele Hausbesitzer mögen sie nicht in ihrer Nähe haben. Jedoch dürfen die Nester nicht einfach beseitigt werden.

Berlin (dpa/tmn) - Wer dem Insekt begegnet, bekommt schon mal einen Schreck. Denn Hornissen sind die größten Faltenwespen, die hier heimisch sind. Auch viele Hausbesitzer mögen sie nicht in ihrer Nähe haben. Jedoch dürfen die Nester nicht einfach beseitigt werden.

Hornissen sind eine Wespenart, die unter Artenschutz steht. Die Nester dürfen daher nicht ohne Genehmigung der Gemeinde oder Stadt zerstört oder umgesiedelt werden, erläutert der Naturschutzbund (BUND). Sonst drohen hohe Geldbußen. Zur Beseitigung sollten Hausbesitzer einen Experten holen. Der BUND rät hierzu auch, wenn Wespennester an einer ungünstigen Stelle hängen. Fachkundige können Nester schonend umsiedeln, statt die Tiere zu bekämpfen.

Oder die Hausbesitzer warten einfach ab: Mit dem ersten Frost gehen Wespen nämlich ein, die meisten Arten verschwinden den Angaben zufolge schon ab Ende August. Dann kann man das Nest gefahrlos entfernen. Die Stelle sollte anschließend gut geputzt werden, sonst siedelt sich laut BUND im kommenden Frühjahr dort vielleicht eine neue Königin an - angezogen vom Duft.

Nester von Hornissen lassen sich von denen anderer Wespenarten unterscheiden: Ihre Ausscheidungen fließen vom Bau herunter und verfärben das Gebäude. Wer kann, sollte einen Eimer mit Katzenstreu direkt darunter stellen beziehungsweise den Boden abdecken. Nester an Rolllädenkästen und unter Dachziegeln seien in der Regel Bauten von Kurzkopfwespen. Sie können unter Umständen die Bausubstanz beschädigen. Unbedenklich seien hierbei die freihängenden Nester von Langkopfwespen an Gebüschen oder unter dem Schuppendach.

Wespen sind Hautflügler, genau wie Bienen, Hummeln und Ameisen. Die schwarz-gelben Plagegeister sind kleiner und schlanker als Bienen und Zoologen als sozialer Schädlingsfresser bekannt. Bis zu 12 000 Tiere leben in einem Nest, ernähren ihre Königin und versorgen den Nachwuchs mit Nahrung.

Grillfleisch zieht die Tiere wegen der Proteine an. Wespen ernähren sich aber hauptsächlich von Blattläusen und kleineren Käfern: Ohne sie würden diese Winzlinge die heimischen Laubbäume im Sommer kahlfressen. Nach Angaben des Naturschutzbundes können nur 2 der 450 Wespenarten dem Menschen unter Umständen gefährlich werden.

Sobald Wespen sich bedroht fühlen, stechen sie. Das passiert etwa, wenn man die Tierchen vom Arm wegpustet oder sie mit schnellen Bewegung reizt, erläutert der Naturschutzbund (NABU). Doch man kann vermeiden, dass Wespen einem überhaupt zu nahe kommen. Der NABU verrät sechs Tricks, damit die Insekten vom Haus und seinen Bewohnern fernbleiben:

Ablenken: Finden Wespen in der Nähe eine bessere Nahrungsquelle, interessiert sie nicht mehr, was auf der Terrasse geschieht. Mit einem Experiment für «Jugend forscht» fanden zwei Schülerinnen heraus, dass überreife Trauben, fünf bis zehn Meter entfernt aufgestellt, die Tierchen besonders anlocken.

Richtig anziehen: Wespen mögen bunte Kleidung. Außerdem fliegen sie auf Gerüche wie von Parfüms, Cremes und der Politur für Holzmöbel. Diese sollten also vermieden werden.

Futterquelle entziehen: Blattläuse sollten Hobbygärtner frühzeitig bekämpfen. Denn deren süße Ausscheidungen ziehen Wespen an. Früchte müssen rechtzeitig geerntet, heruntergefallene schnell entfernt werden.

Lichtquellen nachts meiden: Die Hornisse, eine Wespenart, fliegt auch nachts. Partylichter, Lampen und erleuchtete Fenstern ziehen sie dann magisch an.

Fenster und Türen sichern: Fliegengitter und Netze an den Eingängen zum Haus halten Wespen und andere Insekten ab.

Essen schützen: Stehen Süß- und Fleischwaren im Freien, sollten sie abgedeckt sein. Nach dem Essen den Mund abwischen, besonders den von Kindern.

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erstellt am 14.Aug.2013 | 05:33 Uhr

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