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Mietrecht : Möbel des Vormieters - worauf man beim Kauf achten sollte

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Küche, Regal, Lampe und Co. vom Vormieter zu übernehmen ist einfach, sollte aber genau abgestimmt sein.

Beim Einzug in die neue Wohnung übernimmt der Mieter häufig Einrichtungsgegenstände des Vormieters, beispielsweise Kühlschrank, Gardinen, Regale oder sogar die Einbauküche. Voraussetzung für eine derartige Übernahme ist dabei immer eine Vereinbarung zwischen Vor- und Nachmieter, sagt der Deutsche Mieterbund in Schleswig-Holstein. Dabei kann es sich um eine Schenkung handeln, bei der vereinbart wird, dass die Gardinen und Co. kostenlos in der Wohnung zurückbleiben. Meistens treffen Vor- und Nachmieter aber eine sogenannte Ablösevereinbarung - das ist nichts anderes als ein Kaufvertrag: Der Vormieter verkauft das Inventar, mit dem er in seiner neuen Wohnung nichts mehr anfangen kann, an den Nachmieter.

Einrichtungsgegenstände sind häufig überteuert

Oft werden für die Übernahme derartiger Einrichtungsgegenstände aber überhöhte Preise angesetzt. Das verbietet jedoch das Wohnungsvermittlungsgesetz. Danach darf der Kaufpreis nicht in einem auffälligen Missverhältnis zum Wert der überlassenen Gegenstände stehen. Das ist der Fall, wenn der Kaufpreis mehr als 50 % über dem Zeitwert liegt.

Ein Beispiel: Zahlt der Nachmieter für ein Möbelstück 4.000 Euro, obwohl der Zeitwert (Kaufpreis abzüglich Alterung/Abschreibung) nur noch 1.000 Euro beträgt, dann ist der Kaufvertrag bis zu einer Kaufsumme von 1.500 Euro gültig. Den zu viel gezahlten Betrag von 2.500 Euro kann der Nachmieter zurückfordern – drei Jahre lang, erst dann verjährt dieser Anspruch.

Was tun bei zurückgelassenen Möbeln, die niemand haben will?

Ohne irgendeine Absprache mit dem Nachmieter darf der Vormieter übrigens keine Einrichtungsgegenstände in der Wohnung zurücklassen: Der Vermieter hat Anspruch auf die Rückgabe einer leergeräumten Wohnung und der Nachmieter wiederum kann eine Wohnung ohne zurückgelassenes Vormieter-Inventar erwarten. Der Deutsche Mieterbund Landesverband Schleswig-Holstein empfiehlt in diesen Fällen die Einschaltung des Vermieters, damit geklärt wird, ob das zurückgelassene Inventar „vergessen“ wurde, noch abgeholt wird oder ob es ggf. auf Kosten des Vormieters entsorgt werden kann. Nähere Auskünfte zu allen hiermit zusammenhängenden Fragen erteilen alle schleswig-holsteinischen Mietervereine.

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erstellt am 14.Aug.2017 | 04:12 Uhr

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