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Wohnungseinbrüche SH : Mit diesen Tipps machen Sie Ihr Haus einbruchsicher

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein ist in den vergangenen Monaten enorm gestiegen. shz.de hat für Sie einige Maßnahmen zusammengestellt, wie Sie Ihre eigenen vier Wände bestmöglich schützen können.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 12:04 Uhr

Knapp 6000 Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein waren bis Ende September erfasst, für die die Polizei hauptsächlich organisierte Banden aus Osteuropa und dem Balkan verantwortlich macht. Gerade in den letzten Monaten hat die Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein erheblich zugenommen, was Hausbesitzer auf den Plan ruft.

Einen garantierten Einbruchschutz gibt es zwar nicht, doch mit einigen zum Teil einfachen Maßnahmen können Einbruchsversuche vereitelt werden. Nach Polizeiangaben scheitern immerhin über ein Drittel aller Einbruchsversuche an den Sicherungsmaßnahmen in Häusern und Wohnungen. Eine Übersicht:

1. Wer folgende Verhaltenstipps konsequent beherzigt, kann Gelegenheitstäter bereits häufig abschrecken

• Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit - auch nicht über soziale Netzwerke, etwa in Form von Urlaubsfotos. Schließen Sie Ihre Haus- oder Wohnungstür immer ab und verschließen Sie stets Fenster, Balkon- und Terrassentüren.

• Wer seinen Schlüssel verliert, sollte umgehend den Schließzylinder auswechseln.

• Schlüssel sollten niemals draußen versteckt werden. Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück.

• Lassen Sie Lampen und Stereoanlage während Ihrer Abwesenheit laufen oder versehen Sie diese mit Zeitschaltuhren, um sie in unregelmäßigen Abständen einzuschalten.

 

2. Schutz durch bauliche Maßnahmen an Fenstern und Türen

Im Mittelpunkt stehen dabei besonders Fenster und Fenstertüren, da hierüber die meisten Einbrüche in Einfamilienhäuser im Jahr 2014 laut Polizei verübt wurden. Auch bei Mehrfamilienhäusern verschafften sich die Einbrecher in den meisten Fällen Zutritt über leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren, aber auch über Wohnungstüren.

Der Verband Privater Bauherren (VPB) empfiehlt, auf geprüfte und zertifizierte einbruchsichere Fenster, Rolläden, Zylinderschlässer, Gitter und Beschläge zu setzen. „Am Bau sollte auf alle Fälle von einem Bausachverständigen geprüft werden, ob die vertraglich vereinbarte Qualität auch wirklich geliefert wurde“, sagt ein VPB-Sprecher.

Gleiches gilt auch für Eingangs-, Keller-, Terrassen und Balkontüren. Aber, so warnt der VPB: Einbruchsicher ist nicht gleich einbruchsicher. „Die Türen müssen speziellen DIN-Normen - in diesem Fall der neu gefassten DIN EN 1627 - genügen.“ Diese Türen bestehen „aus einem Guss“: Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag sind genau aufeinander abgestimmt und Schwachstellen ausgeschlossen.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf Balkontüren liegen, wenn sie über Spaliere oder Regenrohre mühelos zu erreichen sind. „Vor allem Kellerfenster müssen gesichert werden, aber auch Dachflächenfenster und Lichtkuppeln leisten dem Profi ungesichert keinen nennenswerten Widerstand“, sagt ein VPB-Sprecher.

3. Schutz durch Alarmanlagen

Alarmanlagen sind das Herzstück des elektronischen Einbruchschutzes und unterliegen je nach Anwendungszweck verschiedenen Normen und Richtlinien. Unterschieden wird zwischen reinen Einbruchmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen:

Die Einbruchmeldeanlage reagiert direkt auf unerwünschte Eindringlinge und nimmt damit dem Einbrecher die Zeit. Der „Krach“ bei einem internen Alarm schreckt den Täter auf, so dass er den Einbruch voraussichtlich abbrechen wird. Eine lautlose Alarmweiterleitung an einen Sicherheitsdienst hilft, den Einbrecher zu fassen.

Gefahrenwarnanlagen melden nicht nur Einbrüche, sondern informieren darüber hinaus über den kompletten Sicherheitszustand der Wohnung. Sie warnen per internem Alarm oder Fernalarm auch vor Rauchentwicklung, Gas- und Wasseraustritt. Zudem lassen sich mit „Smart Home“-System die ganze Wohnung oder das Haus beobachten und fernsteuern.

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