Pflicht in Deutschland : Lebensretter Rauchmelder: So wichtig sind Wartung und Platzierung

Wann haben Sie zuletzt die Funktion Ihres Rauchmelders überprüft? Und haben Sie überhaupt genügend Geräte im Haus?

Wann haben Sie zuletzt die Funktion Ihres Rauchmelders überprüft? Und haben Sie überhaupt genügend Geräte im Haus?

Mindestens einmal im Jahr sollten Rauchmelder kontrolliert werden. Auf diese Faktoren kommt es bei der Wartung an.

Karen Bartel von
24. Februar 2020, 00:01 Uhr

Der Klassiker ist die brennende Zigarette, die einen Wohnungsbrand verursacht. Davon sollte heute hoffentlich kaum jemand mehr im Schlaf überrascht werden, denn es gilt die Rauchmelder-Pflicht in allen Bundesländern. Damit diese im Notfall auch immer verlässlich funktionieren und Leben retten können, müssen diese zuvor richtig angebracht und regelmäßig kontrolliert werden. Das Wichtigste rund um die kleinen runden Helden in weiß:

1. In diese Räume gehört ein Rauchmelder

Die Rauchmelder-Pflicht sieht einen Mindestschutz vor, demzufolge muss in jedem Stockwerk im Flur, Kinder- und Schlafzimmer je ein Rauchmelder angebracht werden. Dabei sollte der einzelne Raum nicht größer als 60 Quadratmeter sein, denn in diesem Fall sollten mindestens zwei oder mehr Rauchmelder installiert werden. In Berlin und Brandenburg müssen zudem sogar Rauchmelder in allen Aufenthaltsräumen, wie zum Beispiel im Wohnzimmer, angebracht werden – das schließt jedoch Küche und Badezimmer aus.

2. So werden Rauchmelder richtig platziert

Idealerweise werden Rauchmelder mittig im Raum an der höchsten Stelle, in der Regel ist das die Decke, mit einem Abstand von mindestens 50 Zentimetern zur nächsten Wand, platziert. Kompliziert geschnittene abgetrennte oder größere Räume erfordern es aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit, dass mehrere Rauchmelder platziert werden. Damit soll die einwandfreie Funktion garantiert werden.

Gut zu wissen: Rauchmelder müssen

  • nach der Euronorm EN 14604 geprüft sein
  • und eine CE-Kennzeichnung mit Zertifikatsnummer besitzen

3. Vernetzung versus Einzelbetrieb

Rauchmelder miteinander zu vernetzen ist keine Pflicht, empfiehlt sich aber in größeren Wohnungen oder Häusern. Die Vernetzung stellt sicher, dass der Warnton an alle Rauchmelder übertragen wird, sodass jeder, egal wo er oder sie sich aufhält, gewarnt wird. Eine weitere Möglichkeit ist, die vernetzen Rauchmelder in die Alarmanlage einzubinden. So erfolgt die Feuermeldung bespielsweise auch an eine Alarmzentrale oder der Besitzer wird über sein Smartphone benachrichtigt, wenn er unterwegs ist.

4. Die richtige Wartung und Reinigung

Die Überprüfung sollte nach Herstelleranweisungen erfolgen, mindestens aber alle 12 Monate. Mit der Prüftaste am Gerät kann die Funktionsfähigkeit gecheckt werden. Ertönt der Signalton nicht, sollte es zunächst mit einem Batteriewechsel versucht werden. Wenn der Rauchmelder dann immer noch nicht funktioniert, muss er ausgetauscht werden. Sind Rauchmelder mit einer Alarmanlagen-Zentrale verbunden, lassen sich ihr Status und ihre Funktionsfähigkeit auch über diese kontrollieren.

Zur regelmäßigen Reinigung sollten Rauchmelder von Staub, toten Insekten und anderen Verschmutzungen befreit werden, denn diese könnten die Eintrittsöffnungen verstopfen. Stark verschmutzte oder gar beschädigte Rauchmelder müssen ausgetauscht werden. Nach zehn Jahren Betriebszeit sollten Rauchmelder generell ersetzt werden – die einwandfreie Funktion ist dann nicht mehr gewährleistet.

(Mit Material von Ratgeberzentrale und dpa)

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