Ein-Personen-Haushalte : Kostencheck für Single-Haushalte: Stromverbrauch und Kosten senken

Wer über die Neuanschaffung von Haushaltsgeräten nachdenkt, sollte sich im Internet über den Stromverbrauch informieren.

Wer über die Neuanschaffung von Haushaltsgeräten nachdenkt, sollte sich im Internet über den Stromverbrauch informieren.

Wer allein lebt, sollte theoretisch weniger Strom verbrauchen als größere Haushalte. Das ist jedoch nur der Fall, wenn man weiß, wo man sparen kann. Wie das geht, verraten fünf praktische Tipps.

Karen Bartel von
04. Oktober 2018, 04:33 Uhr

Eine eigene Wohnung hat so seine Vor- und Nachteile: Wohnt man allein, kann man selbst in seiner Wohnung bestimmen, doch muss auch alle Kosten tragen. Ein großer Batzen neben der Miete ist der Strom. Wenn man weiß, worauf man achten muss, kann man den Verbrauch senken und Geld sparen.

1. Tipp: Wäscheberge anhäufen ist eine gute Sache

Meist sind die Füllmengen von Standard-Waschmaschinen für mehr als eine Person ausgelegt. Das heißt im Umkehrschluss für Singles: Warten bis die Wäsche sich stapelt und erst waschen, wenn man die Maschine ganz füllen kann. So spart man Strom im Betrieb. Rund 60 Prozent der Haushalte mit mehr als vier Personen lasten laut einer Forsa-Studie der NTRI ihre Waschmaschine immer voll aus - bei den Single-Haushalten sind es nur etwa 40 Prozent.

2. Tipp: Herdplatte sucht komplementären Topf

Zu jedem Topf gehört der richtige Deckel wie auch die passende Herdplatte. Kocht man nur für eine Person, benutzt man automatisch kleinere Töpfe - und sollte auch kleinere Herdplatten verwenden. Denn im geschlossenen Zustand und abschließend mit der Größe der Herdplatte wird knapp ein Drittel weniger Energie verbraucht. Soll zuerst nur Wasser aufgekocht werden, lohnt es sich vom Topf auf den Wasserkocher umzusteigen: Zum einen spart man Zeit, zum anderen auch Energie im Vergleich zum Erwärmen auf der Herdplatte.

Bei Singles darf sich das Geschirr stapeln - allerdings nicht im Waschbecken, sondern in der Spülmaschine.
unplash / rawpixel

Bei Singles darf sich das Geschirr stapeln - allerdings nicht im Waschbecken, sondern in der Spülmaschine.

 

3. Tipp: Spülmaschinen lohnen sich auch für Singles

Oft greifen Singles beim Spülmaschinenkauf zu einer kleineren Variante, doch die größeren Ausführungen sind oft energieeffizienter: Daher kann der Strom- und Wasserverbrauch trotz Größenunterschied gleich hoch sein - doch bei der größeren Variante wird mehr Geschirr dabei sauber. Auf den ersten Blick erscheint es zwar sinnvoller, schnell mit der Hand abzuwaschen als die Spülmaschine anzuwerfen, wenn man nur alleine dreckiges Geschirr produziert. Doch mit der Spülmaschine wird durchschnittlich 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Strom in der Maschine verbraucht als beim Abwasch per Hand. Zwei Dinge gibt es zu beachten: Zum einen sollte diese immer nur voll beladen in Betrieb genommen werden und zum anderen reichen die Kurz- oder Sparprogramme mit Temperaturen von 50 bis 60 Grad Celcius oftmals aus. Auch sollte kein zusätzliches Wasser zum vorherigen Abspülen verwendet werden - das schafft die Spülmaschine in der Regel ganz alleine.

4. Tipp: Kühlschrankgröße dem Single-Kaufverhalten anpassen

Je voller, desto besser gilt nicht nur für Spül- und Waschmaschine, sondern auch für den Kühlschrank. Doch hier lohnt es sich auf die kleinere Variante zurückzugreifen, 120 Liter Fassungsvermögen reichen für den Single-Haushalt. Denn: Ein großer Kühlschrank verbraucht zum Kühlen mehr Strom und je weniger gefüllt er ist, desto größer ist der Verbrauch noch darüberhinaus.

5. Tipp: Größen von Haushaltsgeräten bei veränderter Lebenssituation überdenken

Verkleinert man sich von einem Mehr- zu einem Ein-Personen-Haushalt, beeinflusst das meist bereits schon die Anzahl der verbleibenden Gerätschaften. Doch nicht nur die Menge, sondern auch die Größe von Haushaltsgeräten sollte im neu entstandenen Single-Haushalt auf Herz und Nieren geprüft werden: Braucht man alleine wirklich einen separaten Gefrierschrank oder reicht das Fach im Kühlschrank? Beim Verkauf spart man sich langfristig die Stromkosten und erhält kurzfristig den Erlös dafür.

(mit Material von djd Pressetreff)

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