Umweltfreundlich und günstig : Fünf Tipps, wie Haushalte im Alltag Energie und Geld sparen können

<p>Energieklasse A ist keinenfalls die Bestnote: Beim Kauf von Elektrogeräten sollte man zu Produkten von A+ bis A+++ greifen - und so langfristig sparen.</p>

Energieklasse A ist keinenfalls die Bestnote: Beim Kauf von Elektrogeräten sollte man zu Produkten von A+ bis A+++ greifen - und so langfristig sparen.

Einfach einmal den Stecker ziehen: Das entspannt nicht nur den Geldbeutel, sondern schont auch das Klima. Diese alltäglichen Tipps lassen sich einfach umsetzen, haben aber eine große Wirkung.

Karen Bartel von
24. August 2018, 04:33 Uhr

Wer seinen eigenen Stromverbrauch nicht kennt, weiß nicht wie viel ungenutzt dort hineinfließt und unnötig die Kosten nach oben treibt. Daher: Stromzähler checken - und anfangen zu sparen. So geht es:

1. Aus die Maus: Ausstöpseln statt Abschalten

Ruhezustand, Stand-by  das sind trügerische Begriffe, denn sie suggerieren einen Modus, der weniger Energie verbraucht. Doch meist zahlt man für diesen ständigen Bereitschaftsbetrieb mehr. Verwendet man eine Steckerleiste mit Ausschalter, ist es nur ein Knopfdruck mehr, um Fernseher, Stereoanlage und Konsorten nach Gebrauch ganz auszuknipsen. Auch Computer, Laptops und externe Monitoren haben nach getaner Arbeit eine richtige Auszeit verdient. Ladegeräte sollten ebenfalls nach Benutzung wieder ausgesteckt werden, denn sie ziehen auch Strom, wenn kein Gerät angeschlossen ist. Gerade im Sommer lohnt es sich auch große Geräte, die durch ihren Betrieb Hitze ausstrahlen, ausgeschaltet zu lassen und so für ein kühleres Klima zu sorgen.

<p>Halbherziger Energiesparversuch: Der Deckel ist drauf, aber durch die zu große Herdplatte entweicht ungenutzte Energie.</p>
imago / blickwinkel

Halbherziger Energiesparversuch: Der Deckel ist drauf, aber durch die zu große Herdplatte entweicht ungenutzte Energie.

 

2. Energieeffiziente Küchenhelfer

Zu jedem Topf gehört der richtige Deckel, wie auch die passende Herdplatte. Denn im geschlossenen Zustand und abschließend mit der Größe der Herdplatte wird knapp ein Drittel weniger Energie verbraucht. Soll zuerst nur Wasser aufgekocht werden, lohnt es sich vom Topf auf den Wasserkocher umzusteigen: Zum einen spart man Zeit, aber auch Energie im Vergleich zum Erwärmen auf der Herdplatte.

Bleibt man beim Element Wasser, lässt sich auch bei der Spülmaschine noch einiges rausholen, wenn man weiß wie. Zum einen sollte diese immer nur voll beladen in Betrieb genommen werden und zum anderen reichen die Kurz- oder Sparprogramme mit Temperaturen von 50 bis 60 Grad Celcius oftmals aus. Auch sollte kein zusätzliches Wasser zum vorherigen Abspülen verwendet werden - das schafft die Spülmaschine in der Regel ganz alleine.

3. Hier herrscht keine Eiszeit: Kühlschränke und Gefriertruhen

In ihnen müssen keine Eisbären hausen, sondern nur die heimischen Lebensmittel. Diese vertragen optimale, energieeffiziente Temperaturen von sechs bis sieben Grad Celcius im Kühlschrank und bei Gefriertruhen reichen etwa minus 18 Grad Celcius aus. Es lohnt sich außerdem für den Stromverbrauch, den Kühlschrank stets gut gefüllt zu halten, da Luft ein schlechter Wärmeträger ist.

Wer vielleicht gerade noch am Einrichten oder Umräumen ist, sollte beide Gerätschaften am besten weit weg von Wärmequellen stellen: Sprich nicht neben den Herd, die Spülmaschine oder gar die Heizung. Zudem arbeiten diese am effektivsten, wenn sie etwas von der Wand wegstehen, damit der Rückkühler ungehindert arbeiten kann. Auch für den Wärmeabfluss sollte obendrauf möglich nichts stehen. Taut man Gefrierfächer oder -truhen regelmäßig ab, so kann man etwa 15 bis 45 Prozent Strom sparen.

<p>Sparen ist kinderleicht: Gerade Waschmaschinen haben oft spezielle Programme, die umweltschonend und energiesparend sind.</p>
imago / Westend61

Sparen ist kinderleicht: Gerade Waschmaschinen haben oft spezielle Programme, die umweltschonend und energiesparend sind.

 

4. Dem Energieverbrauch an die Wäsche gehen

Aufgrund der wirkungsvollen Waschmittel heutzutage reicht es, ohne Vorwäsche und bei 40 statt 60 Grad zu waschen. Spar- beziehungsweise Ökoprogramme halten, was sie versprechen: Sie sind schonend für Umwelt und Geldbeutel. Generell gilt:

  • Immer nur waschen, wenn die Maschine voll ist
  • Die Wäsche auch nach Verschmutzungsgrad sortieren und entsprechend mit unterschiedlich hohen Temperaturen waschen
  • Flecken vor dem Waschgang bereits behandeln und so der Maschine die Arbeit erleichtern
  • Schleudergang einlegen und Wäsche an der Luft statt im Trockner trocknen lassen

5. Den Strom im Badezimmer fertig machen

Auch wenn sie eine praktische Abstellfunktion haben, sollten elektrische Zahnbürsten nicht durchgehend in der Ladestation stehen - zumindest nicht, wenn diese am Strom hängt. Es reicht, diese einmal in der Woche zu laden. Dort abstellen kann man sie natürlich auch immer noch, wenn der Stecker der Ladestation gezogen ist. Noch weniger Stromverbrauch hat nur die herkömmliche Zahnbürste.

Gerade im Sommer kann man sich die Hitze zu nutzen machen und den Fön gegen das Haaretrocknen an der Luft eintauschen. Noch mehr Strom spart man, wenn man die oft verbauten Halogenstrahler gegen energieeffizientere LED-Lampen austauscht, die zudem eine längere Lebensdauer haben. Gegen die hohe Luftfeuchtigkeit im Badezimmer muss man auch nicht mit Heißlüftern angehen, sondern kann einfach mehrere Schälchen mit einer etwa fünf Zentimeter dicken Salzfüllung im ganzen Raum platzieren, die der Luft die Feuchtigkeit entziehen. Haben sich dann alle Schälchen mit Wasser gefüllt und das Salz sich ganz aufgelöst, kann man es einfach in den Ausfluss gießen und wieder neu befüllen.

(mit Material von livingpress.de und WWF Deutschland)

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