Hausbau : Erbbaurecht läuft nicht immer 99 Jahre

Erbbaurecht ermöglicht günstiges Eigentum, denn das Grundstück wird nur gepachtet.
Erbbaurecht ermöglicht günstiges Eigentum, denn das Grundstück wird nur gepachtet.

Im Erbbaurechtsgesetz von 1919 ist nicht festgeschrieben, welche Laufzeit das Erbbaurecht für eine Immobilie hat. Die Vertragsparteien müssen zusammen vereinbaren, wie lange das Erbbaurecht läuft. Doch woran orientiert man sich dabei?

shz.de von
24. Juli 2018, 14:39 Uhr

Die Dauer des sogenannten Erbbaurechts legen die Vertragsparteien gemeinsam fest. Die Verträge können beispielsweise 70, 80 oder 99 Jahre laufen, wie der Deutsche Erbbaurechtsverband erklärt.

Denn über die Länge der Laufzeit sei im Erbbaurechtsgesetz von 1919 nichts festgelegt. Tatsächlich eignet sich allerdings eine lange Laufzeit, da ein Haus eine langfristige Investition ist. Gerade bei Gewerbeimmobilien kann es aber auch kürzere Laufzeiten, beispielsweise 30 Jahre, geben. Das ermögliche dem Grundstückseigentümer eine höhere Flexibilität. In sehr seltenen Fällen gebe es auch ewige Erbbaurechte.

Ist das Ende eines Vertrags absehbar, rät der Verband den Erbbaurechtsnehmern zu frühzeitigen Verhandlungen über eine mögliche Verlängerung. Das gebe beiden Seiten Planungssicherheit.

Beim Erbbaurecht bietet ein Grundstückseigentümer sein Land zur Bebauung an. Der Erbbaurechtsnehmer bezahlt dafür einen Zins.

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