Bis zu 70 Grad : Dunkle Fassadenfarbe heizt Hauswände stärker auf

Bei der Wahl der Fassadenfarbe denken Hausbesitzer am besten auch an die Sommermonate. Denn dunkle Wände können sich unter Sonnenstrahlung auf bis zu 70 Grad erhitzen.
Bei der Wahl der Fassadenfarbe denken Hausbesitzer am besten auch an die Sommermonate. Denn dunkle Wände können sich unter Sonnenstrahlung auf bis zu 70 Grad erhitzen.

Dunkle Flächen absorbieren das Sonnenlicht. Kein Wunder also, dass sich Hauswände mit dunklem Anstrich im Sommer deutlich mehr aufheizen. Doch wie groß ist der Vorteil von hellen Fassadenfarben?

shz.de von
16. August 2018, 13:10 Uhr

Die richtige Außenwandfarbe kann dafür sorgen, dass sich Gebäude im Hochsommer weniger stark aufheizen. Die Temperatur weißer Wände liegt unter intensiver Sonneneinstrahlung um etwa 5 Grad über der Umgebungstemperatur, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Dunkle Mauern können sich dagegen deutlich stärker aufheizen - laut BUND sogar auf bis zu 70 Grad, Farbhersteller sprechen sogar von mehr als 80 Grad. Zwar spielen für die Frage, wie sehr sich ein Gebäude im Sommer aufheizt, vor allem eine gute Gebäudedämmung und isolierte Fenster eine Rolle. Aber auch die Farbe kann dazu beitragen.

Bewohner merken das zum Beispiel dann, wenn sie an einer stark aufgeheizten Hauswand auf der Terrasse oder auf dem Balkon sitzen. Farbhersteller weisen zugleich darauf hin, dass neuere Farbrezepturen dafür sorgen, dass dunkle Wände sich weniger stark aufheizen als früher. Als kritisch für das Baumaterial gelten Temperaturen von mehr als 70 Grad, die zu Spannungen im Materialgefüge und zu Schädigungen der Farbe, des Putzes und Dämmungen führen können.

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