Anzeige: Haus & Grund : Die fünf größten Miet-Mythen: Der Experte klärt auf

Haus & Grund steht Vermietern in allen Belangen rund um die Vermietung und Verwaltung von Eigentum beratend zur Seite. Typische Fragen, die dabei bei beiden Parteien entstehen klärt der Experte jetzt auf.

Haus & Grund steht Vermietern in allen Belangen rund um die Vermietung und Verwaltung von Eigentum beratend zur Seite. Typische Fragen, die dabei bei beiden Parteien entstehen, beantwortet der Experte.

Wann dürfen Vermieter Eigenbedarf anmelden? Wann muss die Nachzahlung einer Betriebskostenabrechnung erfolgen? Diese und weitere Fragen sorgen bei Mietangelegenheiten für Ungewissheit. Ein Experte bringt Licht ins Dunkel.

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26. August 2019, 23:58 Uhr

Flensburg | Vermieter und Mieter kennen es gleichermaßen: Es gibt Belange im Zuge von Mietvereinbarungen, bei denen man sich über die korrekten gesetzlichen Regelungen nicht gänzlich im Klaren ist. So tauchen immer wieder prägnante Themen auf, die für Diskussionsbedarf sorgen und Unklarheit für beide Parteien bedeuten. Die fünf größten Miet-Mythen klärt der Experte Jens Hergenröder von Haus & Grund auf und zeigt, wie die einzelnen Themen rechtlich geregelt und somit beidseitig anzugehen sind.

Welche Regelungen enthält eine Hausordnung?

In der Hausordnung werden Regeln und Angaben getroffen und festgehalten, die für ein geregeltes und positives Zusammenleben sorgen. Jedoch sind nur solche Inhalte und Vorschriften verbindlich, die schriftlich in den Mietvertrag einbezogen wurden. Nachträgliche Änderungen sind hingegen nicht gültig. Bestandteile einer Hausordnung können zum Beispiel Ruhezeiten, die von den gesetzlichen Ruhezeiten abweichen, die Reinigung des Hausflures oder die Unterbringung von Fahrrädern sein.

Eine Regelung, die nicht in der Hausordnung festgehalten werden darf, ist die Übernahme von Betriebskosten, zum Beispiel für den Winterdienst, auf die Mieter. Jens Hergenröder, Geschäftsführer von Haus und Grund in Flensburg
 

Was passiert bei Nachbarschaftsstreit?

Wer in einer Wohnsiedlung mit unmittelbaren Nachbarn oder in einem Mehrparteienhaus wohnt, kennt vielleicht die Konflikte, die zwischen Nachbarn entstehen können. Sei es der Baum, der über die Grundstücksgrenze hängt oder die laute Musik, die durch die Decke dröhnt. In allen Belangen sind gesetzlich das BGB sowie zusätzlich die gesetzliche Grundlage des Nachbarschaftsrecht für Schleswig-Holstein heranzuziehen. Bei folgenden Themen gelten eindeutige Regeln:

Überhängende Äste

Ragen die Äste des Baumes vom Nachbarn über die Grundstücksgrenze und werfen somit Schatten in den eigenen Garten, so hat man den Anspruch darauf, den Nachbarn zum Stutzen des Baumes aufzufordern. Steht der betroffene Baum jedoch unter Artenschutz, so sollte die Stadt hinzugezogen werden, die dann entscheiden kann. Das Stutzen des Baumes kann entweder von den beteiligten Personen selbst durchgeführt werden oder durch eine beauftragte Firma, für deren Kosten der Besitzer des Baumes aufkommen muss.

Welche Regeln sind bei Hecken und Sträucher zu beachten?

Pflanzt ein Nachbar eine Hecke auf seinem Grundstück zur Trennung zweier Grundstücke, gilt eine einfache Regel: Die Hecke muss ein Drittel von der Höhe der Hecke Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten. Somit gilt: Ist die Hecke drei Meter hoch, muss diese mindestens einen Meter Abstand zur Grundstücksgrenze vorweisen. Diese Regel bzw. der Anspruch einer solchen Einhaltung verjährt, sobald die Hecke die zulässige Höhe überwachsen hat.

Wer ist für Gartenzäune verantwortlich?

Gern werden Gartenzäune dazu genutzt, die Grundstücksgrenzen zu verdeutlichen und die Gärten zweier Parteien voneinander zu trennen. „Steht der Gartenzaun unmittelbar auf der Grundstücksgrenze, so sind beide Parteien für diesen verantwortlich. So können die Kosten der Anschaffung sowie der Instandhaltung auf die beiden Nachbarn aufgeteilt werden“, erklärt Jens Hergenröder von Haus & Grund. Für welchen Zaun man sich entscheidet, liegt allerdings nicht alleinig am Geschmack der Mieter bzw. Grundstücksbesitzer. Grundsätzlich richten sich Vorschriften im Bereich von Zäunen nach ortsüblichen Vorgaben. Im Zweifelsfall ist der gesetzlich geregelte Standard ein 1,20 m hoher Maschendrahtzaun. 

Wann ist eine Grundstücksbebauung erlaubt?

Im Mietvertrag werden nicht nur übliche Regelungen wie die Miethöhe, die Nebenkosten und die Kündigungsfrist festgehalten, sondern auch weitere Faktoren, wie beispielsweise die Bebauung des Grundstückes. Möchte man sich in seinen Garten eine Gartenhütte bauen oder sich einen Teich anlegen, so bedarf dieses Vorhaben in jedem Fall der Zustimmung des Vermieters. Setzt man sich über diese Vorgabe hinweg, kann der Vermieter den Abbau der Gartenhütte fordern oder sogar das Mietverhältnis kündigen.

Plant man eine Gartenhütte, die größer als 30 Kubikmeter ist, so ist zusätzlich eine Genehmigung des städtischen Bauamtes notwendig. Konnte man sich mit dem Vermieter einigen und den Bau einer Gartenhütte vornehmen, so kommt die Frage auf, was mit dieser Hütte passiert, sollte man aus der Mietwohnung wieder ausziehen. Grundsätzlich ist bei Auszug der Ursprungszustand wieder herzustellen, die Hütte also abzureißen. Sofern der Vermieter Interesse an einer Übernahme hat, ist aber auch diese möglich. Die Parteien sollten diese Frage bereits vor (!) Errichtung klären.

Experte für Eigentumsverwaltung und Mietrecht Jens Hergenröder von Haus & Grund in Flensburg lüftet die fünf größten Mythen zum Thema Mietwohnungen.
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Experte für Eigentumsverwaltung und Mietrecht Jens Hergenröder von Haus & Grund in Flensburg lüftet die fünf größten Mythen zum Thema Mietwohnungen.

Wann darf ein Vermieter Eigenbedarf anmelden?

Eine ungewisse Angst, die viele Mieter haben, ist die Kündigung wegen Eigenbedarfs. Dies kann dazu führen, dass der Mieter die Wohnung im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfrist von drei Monaten verlassen muss. Eigenbedarf können Vermieter allerdings nur dann als Kündigungsgrund anwenden, sofern der Vermieter selbst oder Verwandte in die Wohnung einziehen. Eigenbedarf darf aber nicht als Grund vorgeschoben werden, um einen Mieter aus der Wohnung herauszubekommen. „Sollten im Anschluss an den Auszug nicht der Vermieter selbst oder dessen Verwandte die Wohnung beziehen, so kann der ausgezogene Mieter unter Umständen die Kosten des Umzuges als Schadensersatzanspruch geltend machen“, ergänzt Jens Hergenröder.

Betriebskostenabrechnung: Nachzahlen, Rückzahlung und Fristen

Einmal im Jahr ist es soweit: Ein unbeliebter Umschlag landet im Briefkasten der Mieter. Die Betriebskostenabrechnung ist für viele eine ungewisse Konstante. Enthält die Abrechnung dieses Mal eine Nachzahlung oder glücklicherweise eine Rückzahlung? In jedem Fall muss die Verteilung der Betriebskosten an den Mieter im Mietvertrag festgehalten sein.

Bei den Wasserkosten gibt es zwei Möglichkeiten, diese auf den Mieter umzulegen: den Umlageschlüssel Wohnfläche und die Wasseruhr. Beim Umlageverfahren wird der Wasserverbrauch des gesamten Hauses auf den Quadratmeter heruntergerechnet, sodass jeder Mieter anschließend entsprechend der Wohnungsgröße an den Wasserkosten beteiligt ist. Dieses Verfahren ist sehr transparent und nachvollziehbar, allerdings nicht zwingend fair, da es nicht dem tatsächlichen Verbrauch entsprechen muss.

Ein verbrauchsabhängiges Verfahren stellt die Wasseruhr dar. Hier wird erfasst, wie viel jede Mietpartei an Wasser verbraucht hat. Der Mieter bezahlt dementsprechend den individuellen Verbrauch. Der Einsatz von Wasseruhren ist allerdings nicht gesetzlich verpflichtend, sodass Vermieter die Wahl zwischen den beiden Verfahren zur Kostenberechnung haben.

Der Vermieter hat nach Ende des Abrechnungszeitraums (z.B. Kalenderjahr) zwölf Monate Zeit, die Betriebskostenabrechnung seinen Mietern zuzustellen. Diese können dann wiederum innerhalb von zwölf Monaten Einwendungen gegen die Abrechnung vorbringen – allerdings müssen diese genau begründet sein, da ansonsten eine eventuelle Nachzahlung trotzdem fällig wird und zu zahlen ist. Aufgrund der gesetzlichen Fristen kann es daher passieren, dass Mieter, die aus einer Wohnung ausziehen, ihre Abrechnung erst mehrere Monate nach dem Auszug erhalten und sich Fragen zu einer Abrechnung erst mit großem Zeitverzug klären lassen.

Bei allen Themen gut beraten

Dies sind nur einige Belange, die Mieter und Vermieter im Zuge von Wohnungen und Eigentum beschäftigen. In diesen und vielen weiteren Belangen steht die Eigentümerverein Haus & Grund aus Flensburg den Vermietern mit Rat und Tat zur Seite. Rechtlich sowie in beratender Funktion können die Experten direkt vor Ort für eine Lösung sorgen und bei sämtlichen Problemen, Fragen oder Vorhaben weiterhelfen.

Haus & Grund

Geschäftsstelle von Haus & Grund
Marienhölzungsweg 11
24939 Flensburg

www.haus-und-grund-ostsee.de

Öffnungszeiten:
Montag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 9.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr

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