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Risse und Hohlstellen drohen : Baustoffe brauchen Mindesttemperatur

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Wer im Winter ein Haus baut, sollte unbedingt auf die Temperaturen achten. Wenn es zu kalt wird, können einige Baustoffe nicht richtig erhärten. Daraus resultieren meist Folgeschäden.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 04:41 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Die meisten Baustoffe lassen sich nur bis zu einer Temperatur ab fünf Grad plus verarbeiten. Bauherren sollten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt daher im Auge behalten, ob die Baufirmen für ausreichend Frostschutz oder Beheizung der Baustelle sorgen.

Führen Bauherren ein Bautagebuch, sollten sie außerdem darin Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte im Haus mit dokumentieren. Das hilft notfalls beim Beweisen und Durchsetzen der Beseitigung von witterungsbedingten Mängeln. Dazu rät der Verband Privater Bauherren in Berlin.

Ein Problem sind zum Beispiel Estrich und Putz. Sie brauchen mehrere Tage zum Erhärten und mehrere Wochen zum Trocknen. Sinken in dieser Zeit die Temperaturen stark und unter die von den Herstellern vorgegebenen Verarbeitungstemperaturen für die Baustoffe können sich Risse und Hohlstellen bilden. Auch die Erhärtung und Festigkeit kann später unzureichend sein, erläutert der Verband.

Dagegen muss die Baufirma unter Umständen mit Heizen vorgehen - und zugleich mit ausreichend Lüften der Baustelle, sonst droht Schimmelbildung.

Die Kosten für das Heizen muss normalerweise die Baufirma tragen, erklärt der Verband Privater Bauherren. Allerdings sollten Bauherren das vor Vertragsschluss mit dem Unternehmen besprechen und eindeutig regeln.

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