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Bauen und Wohnen : Baufinanzierung: Der cleverste Weg zum Eigenheim?

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Immobilien kosten eine ganze Stange Geld. In der Regel haben Häuslebauer dieses nicht auf der hohen Kante, sie müssen ihren Traum vom Eigenheim mit der Hilfe von Banken finanzieren. Wie, das sollte gut geprüft werden.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 12:09 Uhr

Der gemütliche Bungalow in Feldrandlage, eine schicke Villa in der Stadt oder doch lieber das großzügige Einfamilienhaus mit weitläufigem Garten im Vorort – wer sich für eine eigene Immobilie entscheidet, hat die Qual der Wahl. Neben der Lage des Grundstücks und der Bauweise des Hauses sollte vor allem die Finanzierung sorgfältig durchdacht sein. Die Kaufsumme der Immobilie kann der Häuslebauer mit Hilfe einer Sparkasse oder einer Bank aufbringen.

Bausparvertrag: Sparen in der Gemeinschaft
Bausparkassen haben ein einfaches Geschäftsmodell: Sie nehmen viele Sparer unter ihre Fittiche, die dasselbe Ziel verfolgen – den Kauf einer Immobilie. Jeder Anleger (Bausparer) schließt einen Vertrag mit der Bausparkasse ab, der unter anderen folgende Punkte festhält:

  1. die angestrebte Bausparsumme
  2. den monatlichen Sparbetrag
  3. die Zeitspanne, in der die Bausparsumme erreicht sein muss
  4. die Höhe des Darlehens, das der Sparer nach Erreichen seiner Bausparsumme zu einem günstigen Zinssatz erhält

Den niedrigen Zinssatz des Darlehens ermöglichen die Einlagen der übrigen Sparer, die ihr Bausparziel noch nicht erreicht haben. Sie zahlen weiterhin in den großen Topf der Bausparkasse ein. Aus diesem fließt das Geld an die Anleger, die ihre Beiträge bereits vollständig geleistet haben und nun das Darlehen für den Kauf einer Immobilie in Anspruch nehmen.

Stolperfallen beim Bausparvertrag
Nicht jeder Bausparvertrag bietet dieselben Konditionen. Wer im Vorfeld sorgfältig Angebote vergleicht, ärgert sich später nicht über finanzielle Einbußen. Diese können unter anderen aus der Abschlussgebühr entstehen, die die Bausparkasse für ihre Dienste beansprucht. Als Orientierung für den Anleger gilt: Die Gebühr sollte nicht über einem Prozent seiner Bausparsumme liegen.

Der Bausparer sollte sich vor dem Unterzeichnen des Vertrages außerdem darüber im Klaren sein, dass die Bausparkasse das zinsgünstige Darlehen nicht zwingend zu dem Zeitpunkt auszahlt, an dem der Anleger sein Sparziel erreicht hat. Denn: Der Auszahlungszeitpunkt hängt davon ab, ob genügend Geld im gemeinschaftlichen Guthabentopf vorhanden ist. Herrscht dort Ebbe, wird der Auszahlungstermin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Vor dem Unterzeichnen des Bausparvertrages sollten Anleger verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Foto: fotolia
Vor dem Unterzeichnen des Bausparvertrages sollten Anleger verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Foto: fotolia

Vorteile und Nachteile von Hypothek und Bausparvertrag
Als Alternative zu einem Bausparvertrag können Häuslebauer in spe auch eine Hypothek bei einer Bank aufnehmen, um den Immobilienkauf zu finanzieren. Der Gegenwert der Immobilie bestimmt hier die Höhe des Kredites. Das Haus oder die Wohnung gilt bis zur vollständigen Tilgung des Kredits als Unterpfand und gehört der Bank. Im Vergleich zu einem Bauspardarlehen ist der Zinssatz einer Hypothek höher. Da das Darlehen jedoch innerhalb eines längeren Zeitraums an die Bank zurückgezahlt werden muss, sind bei einer Hausfinanzierung über eine Hypothek die finanziellen Belastungen im Monat niedriger.

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