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Wilder Wolfsburger in siebter Generation

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erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kompaktsportler | Wenn es um Volkswagen geht, fallen den meisten Autofahrern drei Dinge ein: der Käfer, der Golf - und der GTI. Die drei Buchstaben, Abkürzung für Grand Tourisme Injection, wecken seit dem ersten Modell von 1976 Sehnsüchte bei Menschen, die gern etwas schneller unterwegs sind. Jetzt rollt die siebte Generation zu den Händlern.

110 PS, 810 kg schwer, 13 850 Mark teuer: Der erste Golf GTI sollte 1976 eigentlich nur in einer Sonderserie von 5000 Exemplaren gebaut werden. "Viel zu viel Leistung, das hält die Vorderachse nicht lange aus", war damals die gängige Meinung bei Autokäufern, die vergleichbare Fahrleistungen bis dahin nur von heckgetriebenen Opel-, Ford- oder BMW-Modellen kannten. Doch die Vorderachse hielt der Leistung stand - bis heute in fast 1,9 Millionen ausgelieferten Golf GTI.

Rote Zierstreifen, karierte Sitzbezüge, ein Golfball am Schalthebel - die wichtigsten Zutaten finden sich auch in der GTI-Variante des jüngsten Golf wieder. 220 PS leistet der grundlegend überarbeitete 2,0-Liter-Direkteinspritzer in der Grundversion (28 350 Euro), die um 650 Euro teurer ist als der Vorgänger mit 210 PS. Dafür bringt der neue GTI aber schon Xenonlicht, Klimaautomatik, Parksensoren und 17-Zoll-Räder mit. Die neue Progressivlenkung mit dem abgeflachten Lenkrad braucht nur 2,1 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag statt bisher 2,75 Umdrehungen - eine echte Hilfe im Parkhaus ebenso wie auf kurvigen Landstraßen. Aus der Liste der Extras sind die DSG-Automatik (für mehr Fahrspaß und kräftigen Motorenklang, 1900 Euro), die adaptive Fahrwerksregelung DDC für 990 Euro und die viertürige Version für 900 Euro Aufpreis empfehlenswert.

Wer so viel Geld für den wilden Wolfsburger investiert, kann auch noch 1125 Euro drauflegen und den GTI Performance ordern. Dafür gibt es 10 PS mehr, größere Bremsen und vor allem die elektronisch geregelte Vorderachs-Differenzialsperre, die VW erstmals in ein Auto einbaut. Damit schafft der siebte GTI einen Geburtsfehler aus der Welt, den alle vor Kraft strotzenden Fronttriebler teilen: das Untersteuern in schnell gefahrenen Kurven. Die Differenzialsperre regelt die Kraftverteilung zwischen den Vorderrädern, gibt bei Bedarf bis zu 100 Prozent Antriebskraft an das kurvenäußere Rad weiter. Es dreht schneller und zieht den Wagen geradezu durch die Kurve. Ein echter Fortschritt sind auch die Verbrauchswerte des Vierzylinders: 6,0 Liter sollen für 100 km reichen - das sind 18 Prozent weniger Treibstoff als bisher.

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