Von Kfz-Haftpflicht bis Teilkasko : Versicherungs-ABC: Das sollten Autofahrer wissen

In guten Händen wohl behütet: Doch welchen Versicherungsschutz brauchen Autofahrer, damit ihr vierrädriger Begleiter so gut abgesichert ist? /dpa-tmn
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In guten Händen wohl behütet: Doch welchen Versicherungsschutz brauchen Autofahrer, damit ihr vierrädriger Begleiter so gut abgesichert ist? /dpa-tmn

Welche Versicherungen sind für Autofahrer sinnvoll? Und wie sollte man sich bei einem Unfall ihnen gegenüber verhalten? Eine Übersicht.

shz.de von
02. Februar 2018, 04:12 Uhr

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss versichert sein. Doch welche Versicherungen genau sind eigentlich unverzichtbar und welche nicht? Viele Menschen zahlen zu viel für alte Versicherungen, die darin enthaltenen Leistungen rechtfertigen den Preis nicht, behauptet die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“. Was Autobesitzer und Versicherungsnehmer wissen sollten in Stichpunkten:

  • 30. November: Dieses Datum sollte man sich merken. Dieser Tag ist in der Regel Stichtag, wenn man seine Versicherung ohne Angabe von Gründen wechseln möchte. Es gibt aber ein Sonderkündigungsrecht, das greift, wenn der Versicherungsbeitrag erhöht wird, ein Schaden entstanden ist, das Auto verkauft wird oder der Versicherer das Schadenfreiheitsrabatt-System oder die Tarifstruktur ändert. Darüber informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Übrigens: Wer sich neu versichert, ist natürlich an kein Datum gebunden.
     
  • Vergleichen lohnt sich: „Vergleichsangebote sind online mittlerweile gut einzuholen“, sagt Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Tatsächlich findet man im Internet zahlreiche Vergleichsportale. Neben Prämien und dem Preis sollte dabei aber nicht der persönliche Ansprechpartner vergessen werden, rät der Experte. Bei Änderungen der Versicherungsobjekte oder im Schadenfall könne der Kontakt zu örtlichen oder regionalen Agenturen oder Versicherungs-Mitarbeiterin wichtig sein. Die „Autor, Motor & Sport“ weist darauf hin, dass viele Policen nur deshalb so günstig seien, weil ihnen wichtige Leistungen fehlen. Dies sei eine Folge des Preiskampfs in den letzten Jahren. Zu solchen Leistungen zählten zum Beispiel der Wegfall der Aspekte grobe Fahrlässigkeit, Neuwertersatz für mindestens zwölf Monate oder eine erweiterte Wildschadenklausel.
     
  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Diese Versicherung ist Pflicht, ohne sie darf kein Auto zugelassen werden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ersetzt bei einem Unfall alle Schäden des Unfallgegners bis zur Höhe der vertraglich festgelegten Deckungssumme, die je nach Versicherer zwischen 50 und 100 Millionen Euro liegt.
     
  • Voll- und Teilkaskoversicherung: Viele glauben, die Teilkaskoverischerung sei Pflicht, die Vollkasko nicht. Tatsächlich sind jedoch beide Kaskoversicherungen freiwillig. Über diese Versicherungen werden die Schäden am eigenen Fahrzeug gezahlt. Bei der Teilkaskoversicherung fallen darunter meist die Fällle Brand, Explosion, Diebstahl, Elementarschäden wie Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung oder Sturmschäden, Wildunfälle, Marderbiss, Glasbruch und Schmorbrandschäden. Wer allerdings selbst für einen Schaden zuständig ist, ist nur durch die Vollkaskoversicherung geschützt.
     
  • Rechtsschutzversicherung: Hierbei handelt es sich um eine Versicherung für die, die sich mit der Haftpflicht- und einer Kaskoversicherung noch nicht ausreichend sicher fühlen. Diese Absicherung kommt für alle Verkehrsteilnehmer infrage, nicht nur für Autofahrer.
     
  • Wenn ein Unfall passiert ist: Dann heißt es fleißig zu dokumentieren! Auch bei Kleinschäden ist eine Unfallaufnahme durch die Polizei sinnvoll. Wichtig dabei: die Nummernschilder des Unfallgegners notieren, die Adressen austauschen, dessen Versicherer erfragen und die Daten möglicher Zeugen aufschreiben. Außerdem sollten Fotos vom Unfallort gemacht werden - und natürlich die eigene Versicherung angerufen werden. Wenn Dritte beteiligt sind, müssen auch deren Versicherungen kontaktiert werden.


mit dpa

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