Rad- oder Autofahrer? : Unfall durch Öffnen der Autotür: Wer die Schuld trägt

<p>Wird die Autotür eines parkenden Fahrzeugs unachtsam geöffnet, trifft es oft Radfahrer oder motorisierte Zweiradfahrer. Schuld trägt in dem Fall derjenige, der die Tür aufsperrt. </p>

Wird die Autotür eines parkenden Fahrzeugs unachtsam geöffnet, trifft es oft Radfahrer oder motorisierte Zweiradfahrer. Schuld trägt in dem Fall derjenige, der die Tür aufsperrt.

Die Tür eines parkenden Autos wird trotz eines heransausenden Radfahrers plötzlich geöffnet. Das kommt im Straßenverkehr häufig vor und führt auch häufig zu Unfällen. Doch wer ist schuld, wenn es zu einem Crash kommt?

shz.de von
03. Juli 2018, 23:58 Uhr

Gefährliche Situationen auf der Straße können nicht nur im fließenden Verkehr entstehen. Eine besonders große Unfallgefahr für Fahrrad- und motorisierte Zweiradfahrer stellen häufig unachtsam geöffnete Autotüren dar. Aber wer ist eigentlich schuld, wenn es dadurch zu einem Unfall kommt? Für Unfallexperte Achmed Leser vom Tüv liegt die Sache klar auf der Hand: „Wer aus dem Fahrzeug aussteigen will, muss sich vergewissern, dass er niemanden gefährdet.“

Besser zwei Mal hingucken

Gerade Fahrradfahrer und motorisierte Zweiradfahrer werden oftmals aufgrund ihrer schmalen Silhouette übersehen. Für sie eine Autotür, die sich plötzlich öffnet besonders gefährlich. Ein Ausweichen ist für sie meistens kaum mehr möglich. Bei einer Kollision ist ein Sturz oft unvermeidbar.

<p>Wenn die Straßen groß sind und sich viele Verkehrsteilnehmer die Piste teilen, kommt es leider häufig zu Unfällen durch ein am Radweg geparktes Auto. </p>

Wenn die Straßen groß sind und sich viele Verkehrsteilnehmer die Piste teilen, kommt es leider häufig zu Unfällen durch ein am Radweg geparktes Auto.

 

Daher schauen die Insassen der Autos vor dem Öffnen der Autotüren lieber zweimal hin, ob ein ungehindertes Aussteigen möglich ist. „Die Sorgfaltspflicht liegt hier eindeutig beim Fahrzeugführer“, erklärt Leser. Und das gilt nicht für ihn selbst. „Vielmehr muss er zudem sicherstellen, dass auch die anderen Fahrzeuginsassen beim Aussteigen, sei es auf der Fahrerseite oder auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite, niemanden gefährden.“

Klare Schuldfrage

Geregelt sei das in Paragraf 14 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ganz eindeutig: Dort heißt es in Absatz 1: „Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.“

(Mit dpa)

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