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Winter im Norden : Richtiges Verhalten bei Eis und Schnee: Das sollten Autofahrer beachten

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Winterwetter sorgt auch im Norden für glatte Straßen und stellt Autofahrer vor besondere Herausforderungen. shz.de hat einige Tipps zusammengestellt, wie Sie trotz Eis und Schnee sicher an Ihr Ziel kommen.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 05:15 Uhr

Seit einigen Tagen hat der Winter Deutschland fest im Griff - auch wenn in Schleswig-Holstein bislang nur wenig Schnee gefallen ist. Autofahrer müssen trotzdem äußerst vorsichtig sein, da die Temperaturen um den Gefrierpunkt vielerorts für überfrierene Nässe und Eisglätte sorgen. In solchen Fällen helfen auch Winterreifen nur bedingt weiter, wie die zahlreichen Glätteunfälle zeigen. Daher hat shz.de Tipps zusammengestellt, wie Sie sicher an Ihr Fahrziel kommen:

  • Zeitpuffer einplanen: Autofahrer sollten nicht erst auf den letzten Drücker losfahren und Zeitdruck vermeiden. Denn wer in Eile ist, macht eher Fehler - und die können auf glatten Straßen schnell folgenreiche Konsequenzen haben. 

  • Bremsprobe machen: Kurz nach dem Fahrtbeginn sollten Autofahrer bei geringer Geschwindigkeit eine Gefahrenbremsung machen, um die Beschaffenheit der Straße zu testen. „Aber vergewissern Sie sich vorher durch einen Blick in den Rückspiegel sicher, dass Sie keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährden“, betont Ulf Evert, Pressesprecher des ADAC Schleswig-Holstein.

https://www.leihwagenversicherung.de/blog/die-wichtigsten-hinweise-zum-autofahren-im-winter.html
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  • Winterjacke ausziehen: Auch wenn der Wagen zu Fahrtbeginn noch eiskalt ist, sollten Autofahrer vor Fahrtbeginn ihre dicke Winterjacke ausziehen - denn nur dann können Sicherheitsgurte zuverlässig funktionieren.

  • Gefühlvoll anfahren: Autofahrer sollten auf keinen Fall kräftig aufs Gaspedal drücken, sondern die Kupplung langsam kommen lassen, vorsichtig Gas geben und darauf achten, dass die Räder nicht durchdrehen. Im Zweifel sollten Fahrer gleich im zweiten Gang anfahren, damit die Räder nicht durchdrehen.

  • Möglichst früh hochschalten: Wie beim Anfahren besteht auch während der Fahrt die Gefahr durchdrehender Räder. Daher sollten Autofahrer möglichst früh in einen höheren Gang schalten und den Wagen bei Schnee im Zweifel besser untertourig fahren.

  • Besonders vorsichtig fahren: Abruptes Bremsen sollten Autofahrer genau wie heftige Lenkbewegungen unbedingt vermeiden. Vor allem in Kurven oder auf Brücken könnte das Auto sonst rasch ausbrechen und im Graben landen. Zudem sollten Autofahrer besonders im Bereich von Ampeln und Kreuzungen vorsichtig sein. Dort kann es durch die vielen Bremsvorgänge oft besonders glatt sein.

  • Sehr großer Sicherheitsabstand: Der Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen sollte größter gehalten werden als üblich, da bei Glätte der Bremsweg erheblich länger ist. „Sicherheitsabstand und Fahrgeschwindigkeit muss jeder Fahrer für sich selbst festlegen“, sagt ADAC-Sprecher Evert. „Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit muss dabei nicht unbedingt erreicht werden.“ Wem das nicht reicht, hilft womöglich folgende Faustregel: Um auf schneebedeckter Fahrbahn einen vergleichbar kurzen Bremsweg wie auf trockener Strecke zu haben, darf man nur halb so schnell unterwegs sein. Auf vereister Fahrbahn muss diese Geschwindigkeit sogar auf ein Drittel gedrosselt werden.

  • Schleichwege meiden: Schleichwege sollten im Winter - sofern möglich - gemieden werden, da sie häufig nicht geräumt und gestreut sind. Das gilt auch für ruhige Wohnstraßen.

  • Verhalten bei Blitzeis: Wenn Regen plötzlich auf der Fahrbahn gefriert, sollten Autofahrer am besten ihr Fahrzeug an der nächstmöglichen Stelle abstellen und auf den Winterräumdienst warten. Wer trotzdem weiterfahren muss, sollte dies nur in sehr geringem Tempo machen und äußerst vorsichtig fahren.

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