Autofahrer aufgepasst : Regelmäßige Reifenpflege für mehr Sicherheit

<p>Auch vor der Einlagerung sollte man seine Reifen noch einmal reinigen. Am besten einfach mit Wasser und Seife oder Spülmittel, diese schaden dem Gummi nicht.</p>
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Auch vor der Einlagerung sollte man seine Reifen noch einmal reinigen. Am besten einfach mit Wasser und Seife oder Spülmittel, diese schaden dem Gummi nicht.

Sie sind das Bindeglied zwischen Auto und Straße: Reifen stellen den Kontakt, Grip und die Stabilität des Fahrzeugs sicher. Daher sollten sie regelmäßig gepflegt werden. Sechs Tipps zur richtigen Reifenpflege.

Karen Bartel von
17. April 2018, 18:54 Uhr

Die Reifen quietschen und qualmen, wenn sich die schnittigen Formel-1-Autos in die Kurve legen. Hier kommt es auf einwandfreie Reifen an - nicht nur für den Sieg, sondern auch für die Sicherheit des Fahrers. Aber ebenso im alltäglichen Verkehr ist die regelmäßige Reifenpflege wichtig für die Sicherheit auf den Straßen, denn die Reifen sollen für den nötigen Grip und die Stabilität der Autos sorgen. Das sollten Sie dabei beachten:

Tipp 1: Nach der Autowäsche die Reifen optisch überprüfen

Nach der Fahrt durch die Waschanlage bietet es sich an, die gereinigten Reifen direkt zu kontrollieren. Nicht etwa ob sie richtig sauber wurden, sondern ob sich bei genauerem Hinsehen Schäden erkennen lassen. Das können etwa Risse oder gar Fremdkörper sein. Entdeckt man etwas und ist sich unsicher, sollte man die Fachwerkstatt einen Blick darauf werfen lassen. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Tipp 2: Beim Tanken auch den Reifendruck messen

Diesen Teil der Reifenpflege kann man gleich an der Tankstelle miterledigen: Zweimal im Monat sollte der Reifendruck gemessen und gegebenenfalls angepasst werden. Zu niedriger Reifendruck hat Folgen für die Fahrsicherheit, denn die Fahreigenschaften des Autos beim Lenken und Bremsen verschlechtern sich - vor allem auf nassem Untergrund kann dies zu Aquaplaning führen. Der falsche Druck hat aber auch einen schnelleren Reifenverschleiß und einen höheren Kraftstoffverbrauch zur Folge. Den richtigen Wert für das jeweilige Auto kann man in der Regel in der Bedienungsanleitung oder anhand von Aufklebern, die entweder innen an der Fahrertür oder im Tankdeckel platziert sind, ablesen.

Tipp 3: Ventile und Ventilkappen unter die Lupe nehmen

Überprüft man den Reifendruck, so hantiert man an den Ventilen und hat auch schon die Ventilkappen in der Hand. Dann lohnt es sich auch diese direkt einmal unter die Lupe zu nehmen. Da diese Teile oft aus Gummi bestehen, können sie sich mit der Zeit abnutzen und eventuell entweicht dadurch Druck aus den Reifen. Daher immer überprüfen und bei der Montage neuer Reifen auch stets an neue Ventile denken.

Tipp 4: Profiltiefe ganz einfach mit einem Trick messen

Ist man schon einmal am Reifen zu Gange kann man mit einem einfachen Trick die Profiltiefe messen: Hat man gerade keinen Messschieber zur Hand geht das auch einfach mit einer 1-Euro-Münze. Verschwindet dabei der goldene Rand gänzlich im Reifenprofil, ist noch alles in Ordnung. Mit den Messschiebern ist dieses Verfahren natürlich genauer. Denn die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt zwar bei 1,6 Millimetern, jedoch sollten Sommerreifen spätestens bei drei, Winterreifen bei vier Millimetern ausgetauscht werden.

Tipp 5: Beim Reifenwechsel auch auswuchten

Bei jedem Wechsel von Winter- auf Sommerreifen und wieder zurück gehört auch das Auswuchten dazu. Dies ist wichtig für das Lenksystem und die Aufhängung und verlängert das Leben der Reifen, weil dadurch eine vorzeitige Abnutzung verhindert werden kann.

Tipp 6: Zur richtigen Reifenpflege gehört auch die richtige Lagerung

Einen Satz Reifen hat man immer gelagert während der andere in Benutzung ist. Hier kommt es auf die richtigen Lagerbedingungen an: Kühl, trocken und dunkel sollte es sein. Reifen auf Felgen kann man vorsichtig übereinander stapeln oder mit Hilfe von speziellen Aufhängungen an der Wand befestigen. Werden die Reifen jedoch ohne Felgen eingelagert, so sollten diese senkrecht stehen. Hierbei darauf achten, dass der Boden nicht mit Öl oder Benzin verschmutzt ist.

(Mit Material von Ratgeberzentrale und ADAC)

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