Marode A7-Querung über Nord-Ostsee-Kanal : Rader Hochbrücke: Blitzer und neue Statik-Prüfung

Der Blick aus der Drohnen-Perspektive gestern: Die Rader Hochbrücke überspannt den Nord-Ostsee-Kanal seit mehr als 40 Jahren.
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Der Blick aus der Drohnen-Perspektive gestern: Die Rader Hochbrücke überspannt den Nord-Ostsee-Kanal seit mehr als 40 Jahren.

Ab Anfang September werden erst einmal nur Lkw kontrolliert - für sie gilt Tempo 60. Die Brücke hält nur noch elf Jahre.

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11. Juli 2015, 06:30 Uhr

Flensburg/Rendsburg | Mit vier fest installierten Blitzgeräten soll ab September die Geschwindigkeit des Lkw-Verkehrs auf der maroden Rader Hochbrücke überprüft werden. Das kündigte Verkehrsminister Reinhard Meyer gestern bei einem Redaktionsbesuch gegenüber unserer Zeitung an.

Mit dieser Maßnahme soll die auf noch elf Jahre prognostizierte Haltbarkeit der über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg führenden Brücke gesichert werden. Für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen gilt hier seit längerem Tempo 60, woran sich nur wenige der Lkw-Fahrer halten. Täglich passieren rund 43.000 Fahrzeuge die Brücke, 12,5 Prozent davon sind Lastwagen. Nach einer Prognose des Ministeriums wird die Zahl der Fahrzeuge insgesamt bis zum Jahr 2030 auf 54.000 steigen, die der Lkw auf über 13.000.

Das Ministerium hat sich zur Installation der Dauer-Geschwindigkeitsmessgeräte entschlossen, weil vornehmlich zu schnell und zu dicht auffahrende Lastkraftwagen ein statisches Problem für die Brücke darstellen. Sollte jedoch festgestellt werden, so Meyer, dass auch ein Großteil der Pkw-Fahrer zu schnell auf der Brücke unterwegs sei, werde die Tempomessung auf den normalen Pkw-Verkehr ausgeweitet.

Ebenso im September beginnt eine acht Wochen andauernde Statik-Überprüfung der Brücke. „Danach wissen wir wieder mehr. Fest steht, dass wir in elf Jahren mit dem Bau der neuen Brücke fertig sein müssen, es gibt keine Alternative“, betonte Meyer und wies darauf hin, dass die Planungsphase für den Brücken-Neubau mit Hochdruck betrieben werde. Bundesverkehrsminister Dobrindt hatte am Dienstag auf dem Unternehmertag die Finanzierung bestätigt.

Nach Meyers Angaben hätte auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Blitzanlage betreiben können. Die Rendsburger Behörde habe jedoch zu schwerfällig agiert, so dass das Land die Verantwortung übernommen hätte.

Weitere Informationen zu Verkehr und dem Ausbau der A7 unter shz.de/verkehr und shz.de/a7

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