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Flaggschiff von BMW erneuert : Schweben auf Wolke Sieben

vom

Der Siebener verblüfft mit technischen Finessen. Preise ab 81 900 Euro

Nicht einfach einsteigen und losfahren. Um Himmels Willen. Schließlich haben wir es nicht mit einem Allerwelts-Auto zu tun. Sondern mit dem neuen Siebener von BMW. Ein ganz besonderes Auto, das angeblich alles kann. Allein lenken, allein einparken. Anweisungen im Cockpit per Gestik. Eine kreisende Bewegung mit dem Zeigefinger, schon ändert sich die Lautstärke der Audioanlage. Luxus pur mit technischen Innovationen von morgen müssen geübt werden. Da macht es Sinn, von einem BMW-Techniker vor dem Start zur ersten Probefahrt im neuen Siebener Beistand zu erbitten. Der gute Mann gibt sich alle Mühe, erklärt bis ins letzte Detail. Es wird Zeit, die Einweisung zu beenden. Andernfalls verlieren wir den Anschluss bei diesem Test in einem Auto, das für BMW Geschichte schreiben soll.

Der Siebener ist eine komplette Neukonstruktion. Erstmals überhaupt im Großserien-Automobilbau besteht die Karosserie einer Oberklasse-Limousine aus einem Verbund von Karbon, Stahl und Aluminium. Das heißt geringes Gewicht, eine sehr hohe Steifigkeit und damit gute Voraussetzungen für ein agiles Handling, einen guten Geräuschkomfort und einen niedrigen Verbrauch.

Wir konzentrieren uns auf den Einstiegs-Siebener 730d mit 265 PS zum Preis von 81  900 Euro. Schon auf den ersten Kilometern ist man angetan von der Souveränität des Sechszylinders: Leise und kraftvoll im Antritt harmoniert er perfekt mit der Achtgangautomatik. Allerdings gelingt uns keine Sparfahrt mit einem angegebenen Verbrauch von 4,5 Litern Diesel. Das wäre ja wohl auch zu viel verlangt von einem Auto der Oberklasse. Selbst die gut sechs Liter, die unser 730d schluckt, sind ein erstaunlicher Wert. Geben wir doch ordentlich Gas auf der Autobahn und sind auch im Stadtverkehr mit zahlreichen Stop-and-Go-Passagen unterwegs. Und wie wir unterwegs sind, natürlich ausgesprochen komfortabel. Verantwortlich dafür ist eine Luftfederung in Kombination mit einer adaptiven Dämpferregelung. Das Auto fährt nicht, es gleitet. Schweben auf Wolke Sieben.

Spannend ist das Cockpit. Neu ist die Betätigung per Touchscreen oder – und das ist völlig neu – per Gestik. Geht ein Telefonanruf ein, reicht ein Fingerzeig für die Annahme oder ein Wischen mit der Hand für die Ablehnung. Und dann dies – Parken per Fernbedienung: Als erstes Auto weltweit fährt der BMW Siebener in enge Parklücken oder in die Garage auf autonome Art. Man kann beim Parken zusehen. Das macht Spaß, wirklich. Geht aber nur geradeaus. Rein in die Lücke und auch wieder rückwärts raus. Kostet 500 Euro Aufpreis. Luxus, den sich ein Siebener-Käufer gönnen sollte. Jürgen Muhl

 

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