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Auto & Verkehr

22. Oktober 2017 | 23:33 Uhr

Nobel-Japaner greift neu an

vom

Dritte Generation des Lexus IS kommt mit geschärften Profil und konkurrenzlosem Hybridantrieb

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Mittelklasse | Unter den Premium-Automarken agiert Lexus weltweit auf Augenhöhe mit BMW, Mercedes und Audi. 470 000 Fahrzeuge verkaufte die noble Tochter von Toyota im Jahr 2012 weltweit. Doch Deutschland tun sich die Japaner schwer. Ab sofort ruhen die Hoffnungen auf der dritten Generation des Mittelklasse-Modells IS. Die Limousine ist jetzt zu Preisen ab 34 200 Euro auf dem Markt.

Mit dem 1998 eingeführten IS setzte Lexus auf die gleichen technischen Zutaten, die die Dreier-Reihe von BMW schon so lange und erfolgreich geprägt hatte: Reihensechszylinder und Heckantrieb. Der famose Zweiliter mit 114 kW/155 PS und die beispielhafte Zuverlässigkeit des ersten, 4,49 Meter langen IS konnten jedoch die Schwächen beim Image und die wenig standesgemäße Innenausstattung nicht kompensieren.

Nun schickt Lexus einen komplett neu entwickelten IS ins Rennen. Im IS 250 leistet ein 2,5-Liter-V6-Benziner 153 kW/ 208 PS. Rund 70 Prozent soll jedoch der IS 300h erster Vollhybrid seiner Klasse beim Modell-Mix übernehmen. Ein Vierzylinder-Benziner mit 133 kW/181 PS und ein Elektromotor mit 105 kW/143 PS kommen auf eine Systemleistung von 164 kW/223 PS, die von einem stufenlosen CVT-Getriebe an die Hinterräder geleitet werden.

Beim Design hat der um 80 Millimeter auf 4,67 Meter Länge gewachsene IS mit dem markanten Kühler endlich zu jener unverwechselbaren Eigenständigkeit gefunden, die bei Lexus gerade dem IS abgegangen ist.

Von vier Ausstattungslinien bietet die Version "F Sport" den höchsten Lustwert; nicht zuletzt wegen der vielfältig einstellbaren Sitze, sondern auch wegen des zentralen Rundinstruments, das das Herz jedes Technophilen höher schlagen lässt. Auf Knopfdruck weicht das Instrument zur Seite und macht Platz für zusätzliche Fahrinformationen. Freude an der Ergonomie der Mittelkonsole setzt einen gewissen Spieltrieb voraus. Während der Platz im Fond nicht wirklich fürstlich ausfällt und vor allem der Kopffreiheit die Grenzen aufzeigt, hat der IS 300h durch den Einbau der Hybridbatterie in den Fahrzeugboden das Manko des geringen Kofferraums ausgebügelt. 450 Liter Volumen sind nun guter Klassenstandard. Dank klappbarer Rücksitzlehnen, lassen sich auch sperrige Gegenstände transportieren.

Auch als "F Sport" ist der IS 300h keine wirkliche Sportlimousine. Die Vorzüge eines Hybridantriebs und sportliche Fahrweise vertragen sich nun einmal nicht. Gegen die eher straffe Abstimmung des Fahrwerks lässt sich freilich beim entspannten Dahinrollen nichts einwenden.

Der Normverbrauch liegt bei nur 4,3 Litern Benzin (99 g CO2 /km). Werte unter sechs Litern sind in der Praxis gut darstellbar. Und das macht den neuen IS so attraktiv wie nie zuvor. Zumal die gesamte Konkurrenz bei einem vergleichbaren Antrieb (noch) passen muss. Das Angebot des IS 300h "F-Sport" runden eine klassengerechte Verarbeitung und eine umfangreiche Ausstattung für insgesamt 45 900 Euro ab. Wenig zeitgemäß ist freilich das jährliche Wartungsintervall oder alle 15 000 Kilometer, und das mit einem Ölwechsel.

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