Anzeige : Maßnahmen für Sylter Marschbahn: Warum das Sofortprogramm wirklich hilft

<p>Damit es in Zukunft wieder flüssiger läuft bei der Marschbahn, setzt die DB Regio ihr „Sofortprogramm“ um.</p>

Damit es in Zukunft wieder flüssiger läuft bei der Marschbahn, setzt die DB Regio ihr „Sofortprogramm“ um.

„Wir wollen das Vertrauen unserer Fahrgäste zurückgewinnen – und kämpfen deshalb täglich auf der Strecke um jede Minute“, sagt Christoph Ströh von der DB Regio Schleswig-Holstein. Er stellt die wichtigsten Maßnahmen vor.

shz.de von
06. Oktober 2018, 05:02 Uhr

Zusätzliche Fahrzeuge, mehr Mitarbeiter sowie ein intensiver Instandhaltungsplan für alle Wagenparks und Loks: Dies sind die zentralen Bausteine des Sofortprogramms auf der Marschbahn, die die DB Regio Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche präsentierte. Bei vielen kam die Frage auf: Warum erst jetzt? „Ich sehe die zusätzlichen Investitionen nicht als ersten Schritt in die richtige Richtung, sondern als einen weiteren von vielen zurückgelegten. Denn in den vergangenen zwei Jahren haben wir einiges getan, um die Situation auf der Marschbahn zu verbessern – angefangen von den Reparaturen der Kurzkupplungen über die Überholung der Loks bis hin zu der Umsetzung des 7-Punkte-Plans“, resümiert Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein.

Weitere 16 Millionen Euro werden investiert

Christoph Ströh weiß um die kritischen Stimmen und möchte mit seinem Team den Service für die Fahrgäste verbessern: „Wir müssen weiter drauflegen, um das System Marschbahn nach vorne zu bringen. Und genau das tun wir jetzt!“ Aus diesem Grund stellt DB Regio nun zusätzlich 16 Millionen Euro bereit. Die Maßnahmen, für die das Geld verwendet wird, haben überwiegend bereits gestartet. Beispielsweise führen Bordtechniker aus dem Instandhaltungswerk seit knapp zwei Wochen in den Zügen Unterwegs-Reparaturen durch. Darüber hinaus bereitet die DB Regio die Einführung der 7-Tage-Woche in der Werkstatt ab November vor. „Dann können wir rund um die Uhr neben der regulären Instandhaltung auch die Prävention stärker in den Blick nehmen und Komponenten tauschen, bevor sie Störungen hervorrufen“, sagt Ströh guten Mutes.

Mehr Ersatzloks, mehr Personalaufwand

Um die Mehrarbeit zu bewältigen, werden 23 zusätzliche Mitarbeiter eingebunden. In Kürze werden auch die zusätzlichen Lokführer im Einsatz sein. „Da es derzeit keine bereits qualifizierten Lokführer auf dem Arbeitsmarkt gibt, setzen wir dafür neben Triebfahrzeugführern aus anderen Regionen beispielsweise Kollegen aus dem Güterverkehr verstärkt ein. Das alles stimmen wir natürlich intern ab, um Einschränkungen an anderer Stelle zu verhindern. Außerdem haben wir fünf Ersatzloks im Einsatz, um einige Motoren, die auch nach der ersten Rollkur schadhafte Materialien enthalten, erneut aufarbeiten zu können“, berichtet Ströh über die Pläne.

Noch fahre die DB Regio ihren Vorstellungen von guter Qualität hinterher, sagt Ströh selbstkritisch, ist aber zugleich optimistisch. „Auch wenn einige das neue Sofortprogramm noch mit Skepsis betrachten: Wir sind überzeugt, mit diesem Gesamtpaket für eine deutlich stabilere Marschbahn zu sorgen. Denn wir wollen das Vertrauen unserer Fahrgäste zurückgewinnen – und kämpfen deshalb täglich auf der Strecke um jede Minute.“

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